Jetzigem Modell Sorge tragen

Zur Abstimmung über die Einheitsgemeinde Münchwilen

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Könnten wir es probieren und später, wenn die Gemeindeordnung ausgearbeitet ist, noch einmal abstimmen? Dem ist leider nicht so. Wir stimmen am 21. Mai über eine zukunftsbestimmende Vorlage ab, von der es nachher kein Zurück mehr gibt. Der ursprüngliche Gedanke war wohl, zuerst einmal herauszufinden, wie die Stimmung im Volk ist, bevor man sich an die aufwendige und kostspielige Arbeit macht, eine neue Gemeindeordnung auszuarbeiten. Aber das wurde an der Informationsveranstaltung am 29. März klar negiert. Wenn ich das Büchlein studiere, wird einem schon ein wenig der Speck durch den Mund gezogen, und oft kann man von möglichen Einsparungen und Chancen lesen. Und obwohl die Befürworter betonen, dass es sich bei der Vorlage nicht um eine Sparübung handle, befürchte ich, dass es genau das sein soll. Dabei wird es zumindest in den ersten Jahren mit Sicherheit sogar mehr kosten und unnötige Umtriebe verursachen, um nachher zu merken, dass der Spareffekt marginal sein dürfte und auch sonst wenig Positives resultiert.

Wir haben schon jetzt ein zukunftsweisendes Modell, dem es Sorge zu tragen gilt. Deshalb: Nein zur Einheitsgemeinde.

Thomas Roth, Münchwilen

Sirnach lebt es vor

Einheitsgemeinde in Münchwilen? Ja. Wollen wir Münchwiler Bürger fortschrittlich sein? Dann stimmen wir Ja für eine Einheitsgemeinde in Münchwilen. Eine Einheitsgemeinde würde vieles vereinfachen. Liegenschaften-, Personal- und Rechnungswesen könnten zusammengelegt werden. Wir hätten nur noch einen Versicherungsbroker, keine gegenseitigen Verrechnungen, usw. Etliche Schnittstellen fallen weg. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, dass wir schon öfters überaus lange Gemeinde- und Schulversammlungen erlebt haben, welche erst kurz vor Mitternacht ein Ende nahmen. Künftig hätten wir nur noch eine Versammlung. Ebenso stimmen wir als Bürger nur noch über ein Budget und eine Jahresrechnung ab. Vereinfachungen, die heute überall angegangen werden. Unsere Nachbargemeinde Sirnach lebt uns ein zukunftsgerichtetes Beispiel vor. Wenn auch wir fortschrittlich sein wollen, schliessen auch in Münchwilen unsere Schule und Gemeinde sich zusammen. Und noch was: Vor etwa 35 Jahren arbeitete ich bei der Gemeindeverwaltung Herisau, Kanton Appenzell-Ausserrhoden. Die Appenzeller kannten schon damals eine Einheitsgemeinde. Es gibt sie beide noch immer.

Angela Haltiner, Münchwilen

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