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«Jedes Kind hat Begabungen»: Primarschulen Jonschwil und Schwarzenbach legen ab dem neuen Schuljahr mehr Gewicht auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler

In den Primarschulen Jonschwil und Schwarzenbach wird selbst organisiertes Lernen und stärkenorientiertes Unterrichten gefördert. Jedes Kind soll zwei Lektionen in der Woche seinen Talenten und Interessen nachgehen können.
Annina Quast
Bei dem Virus-Zyt-Projekt soll Klein von Gross lernen und umgekehrt. (Bild: PD)

Bei dem Virus-Zyt-Projekt soll Klein von Gross lernen und umgekehrt. (Bild: PD)

In den Primarschulen Jonschwil und Schwarzenbach wird ab dem neuen Schuljahr mehr Gewicht auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler gelegt. In wöchentlich zwei aufeinanderfolgenden Lektionen sollen die Kinder ihren eigenen Interessen nachgehen. Ob dies nun ein handwerkliches Projekt, das Erlernen einer neuen Fähigkeit oder die Vertiefung vorhandenen Wissens ist, spielt keine Rolle. Den Kindern sind in ihrer Ideenfindung keine Grenzen gesetzt.

Alle Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse werden dann einem Atelier zugeteilt. Dieses ist projektbezogen, kann also die Werkstatt, die Bibliothek oder die Turnhalle sein. Die altersgemischten Zehnergruppen werden dann von einer Lehrperson, die als Coach fungiert, unterstützt.

Das Projekt läuft zeitlich unbegrenzt

«Wir sind überzeugt, dass jedes Kind Begabungen hat. Mit der Virus-Zyt legen wir Wert auf die individuelle Förderung und arbeiten stärken-, statt defizitorientiert», sagt Ivo Kamm, Schulleiter der beiden Primarschulen in Jonschwil und Schwarzenbach.

Auch andere Schulen haben bereits ähnliche Projekte aufgegleist. Die Eigenheit in Schwarzenbach und Jonschwil ist aber «die Tatsache, dass es zeitlich unbeschränkt geplant ist und dass in altersgemischten Gruppen zusammengearbeitet wird. So soll Klein von Gross und Gross von Klein lernen», sagt Kamm.

Die Unterrichtsplanänderung läuft nach den Sommerferien an und wird dann, je nach Bedürfnissen, angepasst. Ein Misserfolg ist für den Schulleiter ausgeschlossen. Ivo Kamm arbeitet seit drei Jahren als Schulleiter der beiden Primarschulen. Eine seiner Aufgaben war es, die Schulteams zusammenzuführen. Der Weg der Virus-Zyt-Planung zeigt, dass dies gelungen ist und dass durch gemeinsame Entscheidungen eine individualisierende Gemeinschaftsschule entstehen konnte.

Motivationsvirus soll überspringen

Die Planung der Virus-Zyt läuft bereits seit einem Jahr. «Die Grundidee war, das stärkenorientierte Unterrichten zu fördern», sagt Kamm. Nebst diesem Punkt floss auch die kantonale Überarbeitungspflicht des lokalen Förderkonzeptes ein. «Diese beiden Punkte liessen sich so gut verbinden.» Das Schulwesen hat im Bereich der individuellen Förderung einen Wandel gemacht. Deshalb ist es Ivo Kreis wichtig, die Eltern gut zu informieren.

Der Name des Projektes weist auf den Motivationsvirus hin, der von Kind zu Kind überspringen soll und somit positiv «ansteckend» ist. Diese Woche Mittwoch und Donnerstag startet das Projekt mit einem Fest, um auf die Virus-Zyt einzustimmen.

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