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Jeder Zweite hat unterschrieben

Die Hauseigentümer setzen sich dafür ein, dass der Eigenmietwert abgeschafft wird. Im Hinterthurgau ist der Unmut über diese Steuer besonders gross. Mehr als jedes zweite der über 3100 Mitglieder hat darum eine Petition unterzeichnet.
Simon Dudle

1645 Protestnoten hat die Hinterthurgauer Sektion gesammelt. Somit wehrt sich mehr als jedes zweite Mitglied in der Petition gegen den Eigenmietwert. Die Hausbesitzer können nicht verstehen, dass sie eine zusätzliche Steuer entrichten müssen. «Das ist ein Schweizer Unikum und ungerecht. Wer ein Auto kauft, der zahlt auch nicht eine Extrasteuer», sagt Matthias Erne, Präsidentin des Hauseigentümerverbandes (HEV) Hinterthurgau.

Die betreffend Mitglieder grösste Thurgauer Sektion hat sich besonders stark für die Abschaffung eingesetzt. Sie macht dies im Rahmen einer Aktion des nationalen HEV. Dieser rief alle seine 122 regionalen Organisationen auf, in den eigenen Reihen Unterschriften zu sammeln. Noch bis Ende Oktober läuft die Aktion und am 10. November sollen die Protestbögen auf dem Bundesplatz übergeben werden.

Schon dreimal am Volk gescheitert

Beim Eigenmietwert handelt es sich um ein umstrittenes Thema, das immer wieder auf nationaler Ebene für Diskussionen sorgt. Eingeführt wurde er 1933 als eine Krisenabgabe – und temporäre Massnahme. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er allerdings ins geltende Recht übernommen. Schon mehrfach stand eine Abschaffung zur Diskussion. Letztmals vor etwas mehr als vier Jahren, als Volk und Stände die Initiative «Sicheres Wohnen im Alter» knapp ablehnten. Es war bereits die dritte Vorlage zum Eigenmietwert, die keine Mehrheit fand. «Das knappe Resultat von damals hat aber gezeigt, dass eine Unzufriedenheit vorherrscht», sagt Vizepräsidentin Angela Haltiner-Hollenstein.

«Weit über den Erwartungen»

Nun soll der Eigenmietwert mittels Motion im Parlament abgeschafft werden. Ziel dieser Petition ist, Druck auf den Ständerat auszuüben, wo die Motion zurzeit feststeckt, da dieser Steuerausfälle befürchtet. 100 000 Signaturen werden schweizweit angestrebt. «1645 Unterschriften aus dem Hinterthurgau, das liegt weit über unseren Erwartungen. Noch nicht eingerechnet sind die elektronischen Stimmen», sagt Präsident Erne. Vizepräsidentin Haltiner-Hollenstein fragt: «Wenn nicht jetzt, wann dann?»

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