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Voltige Lütisburg beteiligte sich mit seinen beiden Einzel-Voltis Nadja Büttiker und Ramona Näf am dritten Weltcup-Qualifikationsturnier der Saison. Beide Athletinnen sind für den Final in Dortmund qualifiziert.
Urs Nobel
Ramona Näf mit ihrem spektakulären Salto beim Abgang. (Bilder: Daniel Kaiser)

Ramona Näf mit ihrem spektakulären Salto beim Abgang. (Bilder: Daniel Kaiser)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Nadja Büttiker und Ramona Näf haben auch in Offenburg anlässlich der Baden Classics eindrücklich bewiesen, dass sie zur Weltspitze gehören. Beide jungen Frauen haben aber auch erfahren müssen, dass auf diesem Top-niveau keine Fehler erlaubt sind, will man zuoberst auf dem Podest stehen. Nadja Büttiker wurde nach zwei Siegen in den letzten Weltcup-Turnieren in Offenburg Zweite, Ramona Näf Vierte.

Leichte Unsauberkeit mit hohem Abzug bestraft

Bis anhin war Offenburg jeweils das erste Turnier für das Lütisburger-Team anlässlich der Trophy Süd. Diesmal zog es der Veranstalter vor, ein Weltcup-Turnier, das in die Springkonkurrenz eingebettet war, durchzuführen. Die Lütisburger reisten am Donnerstag an, um am Freitag nach dem erfolgreich bestandenen Veterinärcheck den ersten Durchgang zu bestreiten.

Nadja Büttiker und Ramona Näf starteten beide wie gewohnt auf Keep Cool. Nadja Büttiker eröffnete den Wettkampf und setzte die Marke für die Nächsten. Die Kirchbergerin turnte sauber, das Pferd lief gewohnt ruhig. Überraschenderweise verzeichnete Nadja Büttiker beim Aufgang eine leichte Unsauberkeit, die eigentlich nicht zu stark in die Benotung hätte einfliessen sollen. Die französische Richterin sah dies allerdings anders als alle andern und vermerkte dafür einen grossen Abzug. Das Resultat: nur der vierte Rang nach dem ersten Umgang.

Ramona Näf nutzte die günstige Gelegenheit

Was des einen Pech, ist des andern Glück. Ramona Näf nutzte die neue Situation zu ihren Gunsten. Mit einer sauberen und spektakulären Kür schaffte sie es wieder einmal, sich mit dem zweiten Zwischenrang vor ihre Clubkollegin zu positionieren.

Nadja Büttiker zeigte am zweiten Turniertag aber Kampfgeist. Mit einer fehlerfreien Kür machte sie zwei Plätze gut und beendete das Turnier auf dem zweiten Rang. Noch mehr wäre für Ramona Näf möglich gewesen. Auch ihre zweite Kür gelang optimal, bis auf den Abgang. Nach dem Salto vom Pferd musste sie zu Boden greifen, was 0,75 Punkte Abzug nach sich zog. So setzte es statt des ersten Weltcup-Podestplatzes erneut wieder «nur» einen vierten Rang ab.

Monika Bischofberger freute sich trotzdem ob der Leistungen ihrer Schützlinge: «Besonders hat mich aber gefreut, dass ‹Keepi› seine beiden Auftritte fehlerfrei hinter sich brachte. Das ist bei diesen vielen Zuschauern nicht selbstverständlich.» Die Longenführerin hatte aber noch einen weiteren guten Grund, um stolz zu sein. Der ihr anvertraute Berner Lukas Heppler startete auf dem Schimmel «Acardi» und realisierte in Offenburg seinen ersten Weltcup-Sieg.

Wie gross der Zusammenhalt im Voltigeclub Lütisburg ist, durfte die Schweizer Delegation am zweiten Turniertag erfahren. Dank dem Engagement einiger Eltern konnte das gesamte restliche Team ebenfalls nach Offenburg reisen und ihre Teamkolleginnen lautstark unterstützen.

Mit der dritten Qualifikationsprüfung im Weltcup-Kalender ist diese Serie vorderhand bis zum Final beendet. Nadja Büttiker und Ramona Näf werden sich nun wieder vermehrt aufs Teamtraining konzentrieren, ehe es Ende März in Dortmund zum grossen Showdown kommt. Nachher findet an Ostern das traditionelle Trainingslager in Chevenez statt. An jenem Ort, an dem vor 15 Jahren die Erfolgsgeschichte von Voltige Lütisburg mit dem Gewinn des ersten Schweizer Meistertitels begonnen hatte.

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