Jede Person hat Anspruch

Auf Einladung der Seniorenarbeit Degersheim referierte Marina Weber von der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen über die Pflegeleistungskosten.

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Werner Alder und Maya Stieger stimmen auf den Nachmittag ein. (Bild: pd)

Werner Alder und Maya Stieger stimmen auf den Nachmittag ein. (Bild: pd)

DEGERSHEIM. Lüpfige Appenzeller Musik von Werner Alder am Hackbrett und Maya Stieger an der Violine stimmten an der Infoveranstaltung der Seniorenarbeit Degersheim auf ein ernstes Thema ein. Umstellungen im gewohnten Lebensalltag stehen bevor. Wer entscheidet und wer bezahlt allfällige Pflegekosten?, mit diesen und anderen Fragen setzten sich rund 60 Seniorinnen und Senioren auseinander.

300 000 Bezüger im Kanton

Die Sozialversicherungsanstalt (SVA) gehe mit dem ihr anvertrauten Geld aus den AHV-Beiträgen sorgfältig um, betonte die Referentin Marina Weber. 400 Mitarbeiter im Osten St. Gallens sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Auszahlungen an die total 300 000 Bezüger im ganzen Kanton. Daneben gibt es in jeder Gemeinde eine AHV-Zweigstelle, an die sich Fragende nebst der SVA wenden können.

Unabhängig von Bedürftigkeit

Die Referentin betonte, dass jede Person Pflegeleistungskosten beanspruchen kann, unabhängig von der wirtschaftlichen Bedürftigkeit. Das Beispiel einer Heimrechnung zeigte, dass die Kosten für den Aufenthalt und der Selbstbehalt der Krankenkasse selber bezahlt werden müssen. Die Krankenkasse leistet gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) ihren Anteil, der Rest gehört aber in die Zuständigkeit der Wohnsitzgemeinde. Ergänzungsleistungen sind ein rechtlicher Anspruch, also keine Fürsorgegelder, aber sie sind eine Bedarfsleistung. Die EL bieten Existenzsicherung, aber Bedürftigkeit wird vorausgesetzt. Alle zwei bis vier Jahre hat die SVA die Pflicht, diese Leistungen zu überprüfen. (pd)