Jede Brille erzählt eine Geschichte

Drei Wiler Jungunternehmer produzieren ihre eigenen Sonnenbrillen und verkaufen diese weltweit. Zurzeit entsteht mit dem Schweizer Model Nadine Strittmatter eine neue Kollektion. Die zwei Sonnenbrillen werden im Sommer lanciert.

Ramona Cavelti
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Claudio Caspari, Pascale Zuber und Silvan Gmür präsentieren ihre eigenen Sonnenbrillen. (Bild: Ramona Cavelti)

Claudio Caspari, Pascale Zuber und Silvan Gmür präsentieren ihre eigenen Sonnenbrillen. (Bild: Ramona Cavelti)

WIL. Stolz setzen sie ihre Sonnenbrille auf und posieren fürs Foto. Die Sonne muss dafür nicht scheinen – cool sehen die Brillen sowieso aus. Umso mehr, weil sie selbst gemacht sind. Die Wiler Claudio Caspari, Pascale Zuber und Silvan Gmür sind nicht nur im Besitz einer Sonnenbrille der Marke Strada del Sole, sie sind deren Hersteller.

Im Jahr 2010 ist Claudio Caspari dem Unternehmen Strada del Sole in Zürich beigetreten. Als gelernter Mediamatiker hat er schon früher die Website des Unternehmens gestaltet. Kurze Zeit später kam sein bester Freund Silvan Gmür dazu. Er ist für die Verkaufsleitung beim Unternehmen zuständig, regelt den Vertrieb der Sonnenbrillen im In- und Ausland. Heute präsentieren sie ihre Brillen zu dritt, die zwei Männer haben Verstärkung gefunden. «Zu zweit das Unternehmen zu führen, war mit viel Aufwand verbunden. Wir waren deshalb auf der Suche nach einer dritten Person mit kreativem Hintergrund», erzählt Caspari rückblickend. Und hier steht sie, die aufgestellte, kreative Pascale Zuber. Sie hat Modedesign studiert und in London für Vivienne Westwood und Lacoste gearbeitet. Seit Januar ist sie bei Strada del Sole mit dabei.

Mit Speziellem abheben

Die drei Jungunternehmer stellen als Hauptprodukt Sonnenbrillen her. Daneben gibt es auch Korrekturbrillen. Neu im Sortiment sind Lesebrillen. «Das Spezielle an den Lesebrillen ist, dass auf die herkömmlichen Nasenpads verzichtet wird», erklärt Caspari. Ein neues System mit Silikonauflage hält den Kontakt zwischen Brille und Nase: So entstehen keine Abdrücke. Auch die Sonnenbrillen sind keineswegs gewöhnlich. «Man muss sich heutzutage mit Speziellem von den anderen abheben», sagt Gmür. Die Brillen sind gut verstaubar, da sie flach sind. Die patentierten Bügel lassen sich mit einem Klick, ähnlich wie bei einer Haarspange, nach innen klappen. «Man kann sich auf die Brille setzen, ohne dass sie Schaden nimmt», sagt Caspari und demonstriert Gesagtes gleich – mit Erfolg. Wie die Bügel hergestellt werden, ist geheim. Die drei verraten nur, dass sie in der Schweiz produziert werden.

Immer wieder Neues kreieren

Für das Design der Brillen ist Pascale Zuber zuständig. «Im Alltag und auf Städtereisen hole ich mir die Inspirationen und zeichne dann die Formen», erklärt sie. Dann werde im Team besprochen, ob die Vorschläge umsetzbar seien. «Ich habe oft ausgefallene Ideen. Die beiden Männer sind meine ruhigen Gegenpole», ergänzt sie lachend. Das Spannende am Design sei, etwas herzustellen, das es noch nicht gebe. Auf dem kleinen Rahmen der Brille immer wieder etwas Neues zu kreieren, sagt Caspari. Wichtig ist den Unternehmern, dass hinter jeder Brille eine Geschichte steckt. «Die Strada del Sole ist die Autobahn zwischen Mailand und Neapel. Auf dieser Strecke gibt es einige architektonische Sehenswürdigkeiten», sagt Gmür. Die Sonnenbrille wird dann nach einem Punkt auf dieser Strecke designt, sogar die Koordinaten werden auf die Brillen graviert. «Das macht die Brille einzigartig», sagt Caspari.

Die Chemie zwischen den drei Jungunternehmern stimmt. Darauf wird in der Firma Wert gelegt. «Die Freude an der Arbeit und die Harmonie untereinander ist uns wichtig», sagt Gmür. «Und es funktioniert, schliesslich kennen wir uns alle seit frühem Kindesalter», ergänzt Caspari.

Kollektion mit Strittmatter

Normalerweise produzieren die Wiler drei Kollektionen pro Jahr. 2014 aber wird es eine mehr sein. Der Grund dafür heisst Nadine Strittmatter. Das Schweizer Topmodel wird zusammen mit Pascale Zuber Sonnenbrillen unter dem Label Strada del Sole designen und diese Kollektion präsentieren. «Wir wollen die Marke bekannter machen und finden, dass Nadine Strittmatter dafür gut geeignet ist», erklärt Caspari. Sie sei nicht nur ein Model, sondern habe auch einen guten Namen. Und sie komme aus der Schweiz, fügt Zuber hinzu. «Nadine Strittmatter war begeistert von unserem Produkt. Nicht zuletzt, weil die Brillen in der Schweiz hergestellt werden», sagt sie erfreut. Die Kollektion mit Strittmatter ist die erste Zusammenarbeit mit einer Prominenten. Über die Kollektion kann erst wenig verraten werden, die Arbeiten laufen noch auf Hochtouren. Klar ist aber, dass zwei Sonnenbrillen produziert werden, ein Damen- und ein Herrenmodell. Lanciert wird die neue Kollektion im Sommer.

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