JAMMER: Zu ruhig in Sirnach

Die Ex-Bachelorette Zaklina Djuricic lebt seit kurzem in der Nachbargemeinde von Wil. Sie vermisst ihren Sohn und die Nähe zu Zürich. Das hat auch schon zu Spannungen mit ihrem Freund Michael Schmied geführt.

Viola Stäheli
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Zaklina Djuricic an ihrem Lieblingsort in Sirnach. (Bild: Andrea Stalder)

Zaklina Djuricic an ihrem Lieblingsort in Sirnach. (Bild: Andrea Stalder)

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch

«Ich bin eigentlich immer am Jammern.» Zaklina Djuricic lacht. Sirnach als Wohnort gefällt ihr nicht. Seit Oktober lebt die Ex-Bachelorette hier. Nach Sirnach gezogen ist sie wegen ihres Freundes Michael Schmied. Kennen und lieben gelernt hat sie ihn in der Kuppelsendung «Bachelorette» von 3+. Schmied war der Staffelsieger, Zaklina wählte ihn aus 19 Verehrern aus.

«Ich musste meine Wohnung in Urdorf rasch verlassen, da das Wohnhaus abgerissen wurde», sagt Djuricic. Schmied hatte ihr angeboten, in eine gemeinsame Wohnung in Sirnach zu ziehen –er wohnte zuvor alleine in St. Gallen. So machten sich die beiden auf die Suche und wurden schnell fündig.

«Ich dachte, dass ich mit dem Zug von Sirnach aus viel schneller in Zürich oder St. Gallen bin, als das der Fall ist», sagt die 29-Jährige. Das ist für die Bachelorette der grosse Haken an ihrem jetzigen Wohnort: Sie hat viel länger, bis sie bei ihren Freunden oder in einer grösseren Stadt ist, als zuvor. Obwohl sie nicht in der Stadtmitte leben möchte, geniesst sie zwischendurch den Trubel. «Vielleicht wird Sirnach aber noch lebendiger, jetzt, wenn der Frühling langsam kommt», meint sie. Im Winter wirke das Dorf trist.

Daneben gibt es noch einen weiteren Grund, der sie nach Zürich zieht: ihr Sohn. «Leandro möchte gerne wieder bei mir wohnen, aber in Sirnach wäre er zu weit von seinem Vater entfernt», sagt sie. Im Moment lebt der Bub beim Vater in Holziken im Kanton Aargau.

Eine Beziehung mit Höhen und Tiefen

Schmied fühlt sich hingegen in Sirnach wohl. Hier ist seine Familie und sein Freundeskreis. Das sorgt zwischendurch für Streit. «Bei uns läuft es so wie in jeder Beziehung: Man hat Höhen und Tiefen», sagt die Ex-Bachelorette. Bis nächsten Oktober bleiben die beiden aber auf jeden Fall im Thurgau. Der Mietvertrag ist ein Jahr gültig. Für Djuricic ist aber ziemlich klar, dass dann ein Umzug ansteht. Wohin, weiss sie noch nicht.

Bekannter in Zürich als in Sirnach

«Natürlich gibt es in Sirnach schöne Orte», sagt Djuricic. Beispielsweise geniesst sie die Natur bei Spaziergängen oder Joggingrunden. Der Wald ist praktisch vor der Haustüre.«Hier kann ich mich entspannen und zurückziehen», sagt Djuricic. Ausserdem sind die Leute freundlich. Wird sie in Sirnach oft angesprochen? «Manchmal kommt schon der eine oder andere und fragt mich, ob ich die Ex-Bachelorette sei», sagt sie. Es halte sich aber in Grenzen. In Zürich werde sie häufiger erkannt.

Die Wohnung von Djuricic und Schmied ist noch nicht fertig eingerichtet. Und auch sonst hat sich die Ex-Bachelorette bisher nicht richtig im Thurgau eingelebt. «Ich kenne noch lange nicht jede Ecke von Sirnach, geschweige denn den Thurgau», sagt sie. Wer weiss – vielleicht besteht also doch noch die Möglichkeit, dass sie sich in das Thurgauer Dorf verliebt.

Vermummt im Autokino

Versteckspiel Die Ex-Bachelorette Zaklina Djuricic hatte sich in Thailand in Michael Schmied verliebt. Zurück in der Schweiz wartete die erste Herausforderung. Die beiden mussten ihre Beziehung geheim halten, bis die letzte Folge der Kuppelsendung auf 3+ ausgestrahlt war. Einmal ging Djuricic in dieser Zeit trotzdem mit ihrem Freund aus: Sie besuchten ein Autokino. «Ich trug einen langen Mantel, hatte die Kapuze über den Kopf gezogen und eine Sonnenbrille aufgesetzt», erinnert sich Djuricic lachend. Schon alleine deshalb warfen die Leute neugierige Blicke ins Auto, wo die Ex-Bachelorette mit Schmied sass. «An diesem Tag war es eigentlich viel zu heiss für einen Mantel – ich musste mit diesem auch zur Toilette gehen», sagt sie. Noch mehr Aufmerksamkeit erregte aber die Wasserpfeife, die ein Freund von Schmied mitbrachte. Er installierte diese neben dem Auto und rauchte gemütlich von seiner Luftmatratze aus. «Ich hatte das Gefühl, dass alle Anwesenden überlegten, wer ich sein könnte», sagt Djuricic. (vst)