Ja zur Erweiterung des Schulraums

Die Stimmberechtigten der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg haben einen Kredit von 250 000 Franken für die Flachdachsanierung bewilligt. Mehrheitlich zugestimmt wurde zudem einer Schulraumerweiterung für 495 000 Franken.

Ernst Inauen
Merken
Drucken
Teilen
Die Notwendigkeit weiterer Schulzimmer war umstritten. Vizepräsident Adelbert Luzio votierte für ein Ja. (Bild: Ernst Inauen)

Die Notwendigkeit weiterer Schulzimmer war umstritten. Vizepräsident Adelbert Luzio votierte für ein Ja. (Bild: Ernst Inauen)

ZUCKENRIET. Nur gerade 102 der 5356 Stimmberechtigten (1,9 Prozent) der beiden Gemeinden Zuzwil und Niederhelfenschwil erschienen zur zweiten ordentlichen Bürgerversammlung der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg. Das ist knapp die Hälfte des letztjährigen Besuchs. Dabei gab sich die Schulleitung viel Mühe, die Versammlung attraktiv zu gestalten. Zur Einstimmung trat auf der Sproochbrugg-Bühne die Schülerband mit Chor unter der Leitung von Musiklehrer Stefan Rankl auf.

Vizepräsident Adelbert Luzio, der die Versammlung leitete, betonte in seinem Vorwort, dass Zuzwil und Niederhelfenschwil auf die vor zwei Jahren gebildete Oberstufenschulgemeinde stolz sein dürfen. «Unsere zielorientierte Zusammenarbeit im Schulrat und mit der Schulleitung und den Lehrkräften macht Freude.» Der Tod von Elmar Moser habe, sagte Luzio, für den Rat vieles verändert und ihn herausgefordert.

Rechnung schliesst mit Gewinn

Die Rechnung 2013 schliesst mit einem Minderaufwand von rund 493 000 Franken ab. Der Vorsitzende nannte einige Gründe, welche für diese Verbesserung verantwortlich sind. Im Konto Unterricht konnten beim Personalaufwand rund 230 000 Franken eingespart werden durch weniger Stellvertretungen als vorgesehen und weniger Kosten für fördernde Massnahmen. Bei den Schulanlagen wurde auf die Sanierung der Heizung verzichtet, weil unter Umständen eine Möglichkeit für eine Umstellung auf Fernwärme bestehe. Die mittelfristig notwendige Sanierung erfordere nach Schätzung von Experten mehrere 100 000 Franken.

Höherer Bedarf

Das Budget 2014 sieht für das Schuljahr 2014/15 eine zusätzliche Klasse vor. Ausserdem sollen wieder mehr Veranstaltungen und Lager durchgeführt werden. Mehrkosten von 60 000 Franken verursacht die Einführung eines zusätzlichen Postautokurses. Die geplante Sanierung der Flachdächer und das neue Raumsystem belasten das Budget nicht. Die Investitionen werden erst in der Rechnung 2015 wirksam. Die Schulzimmer werden mit neuen Stühlen und Tischen ausgestattet. Sowohl die Jahresrechnung 2013 wie auch das Budget 2014 wurden ohne Wortmeldung genehmigt. Die vor einem Jahr bewilligte Sanierung des Sportplatzes wurde im Oktober 2013 gestartet. Sie sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Adi Luzio zeigte anhand des Bauplans die erneuerten Anlagen für die Leichtathletikdisziplinen auf.

Sanierung der Flachdächer

Der Oberstufenschulrat legte der Bürgerschaft zwei Gutachten mit Anträgen vor. Bei drei Gebäudeteilen der Schulanlage, die 1978 erstellt wurden, ist eine dringende Sanierung der Flachdächer notwendig. Bei starken Regenfällen dringt Wasser in die Gebäulichkeiten. Dem notwendigen Kredit von 250 000 Franken stimmte die Bürgerschaft diskussionslos zu.

Schulraumerweiterung

Das zweite Kreditbegehren betrifft eine Erweiterung der Schulräume. Bei den knappen Platzverhältnissen fehlen Reserveflächen für Einzel- und Gruppenarbeiten oder selbständiges Arbeiten. Das Projekt sieht zwei neue Schulzimmer und einen Gruppenraum sowie die zugehörigen Nebenräume vor. Mit vorfabrizierten Raumsystem-Elementen soll eine langfristig flexible Lösung umgesetzt werden. Der Kostenvoranschlag beträgt 495 000 Franken.

Antrag abgelehnt

Der Zuzwiler Schulbürger Rico Bischof bezweifelte die Notwendigkeit einer Schulraumerweiterung. 2011 sei von mittelfristig genügenden Räumlichkeiten gesprochen worden. Falls wirklich zu viele Schüler wären, könnte man sie an andere Oberstufenschulen delegieren. Der Vorsitzende und Schulleiter Freddy Noser widerlegten mit ihren Argumenten diese Auffassung. Der Rückweisungsantrag Bischof wurde grossmehrheitlich abgelehnt und dem Antrag des Schulrates mit wenigen Gegenstimmen entsprochen.