Ja zur Einheitsgemeinde per 2013

«Schulrat beantragt Urnenabstimmung» (Wiler Zeitung vom 12. März 2011)

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«Schulrat beantragt Urnenabstimmung» (Wiler Zeitung vom 12. März 2011)

Der Jonschwiler Schulrat hat bekanntgegeben, dass er gegen die Bildung einer Einheitsgemeinde ist. Die Bürgerversammlung vom 25. März 2010 hat dem Schulrat und indirekt auch dem Gemeinderat den Auftrag erteilt, die Einführung einer Einheitsgemeinde auf 2013 zu prüfen. Die beiden Räte hatten also ein Jahr Zeit, den Auftrag der Bürger zu erfüllen. Dass der Schulrat jetzt kurz vor dem Abstimmungstermin feststellt, dass er eine Inkorporation ablehnt, ist erstaunlich. Durch die Weigerung, den Stimmbürgern das gewünschte Gutachten vorzulegen, widersetzt sich der Schulrat klar dem Willen der Stimmbürger. Er hat damit eigenmächtig beschlossen, seine Arbeit zum Thema Einheitsgemeinde einzustellen. Dies ist bedauerlich. Tatsache ist folgendes und soll hier nochmals verdeutlicht werden.

Um im heutigen Umfeld mit den gestiegenen Anforderungen der kantonalen Vorgaben und der Komplexität der Sachgeschäfte eine öffentliche Körperschaft führen zu können, sind professionelle Strukturen dringend notwendig. Doppelspurigkeiten können wir uns nicht mehr leisten. Es wird immer schwieriger, geeignete und gewillte Personen für Milizaufgaben zu finden. Das Milizsystem kommt (leider) an seine Grenzen. Mit der Einheitsgemeinde brauchen wir weniger Räte. Der Zeitraum von mehr als einem Jahr ist genug, um sich eine Meinung zur Einheitsgemeinde zu bilden – die Verzögerungstaktik des Schulrates lehnen wir ab. Die gewohnten Strukturen für die Bevölkerung ändern sich kaum! Der Schulrat ist weiterhin, aber neu ausschliesslich für die schulischen und pädagogischen Belange zuständig und kann sich dieser Aufgabe besser widmen. Die Schüler können weiterhin in ihren angestammten Schulhäusern unterrichtet werden. Für die Eltern ändert sich nichts. Die Sicherung und der Erhalt der Schule mit genügend Kindern liegt nicht im Einflussbereich der Schule, sondern wird ausschliesslich über die Ortsplanung/Neueinzonungen gesichert. Die Schulräte behalten ihre Ämter – ihre nicht leichten Aufgaben reduzieren sich aber auf die schulischen Belange. Viele Gemeinden im Kanton und in der Region haben die Einheitsgemeinde bereits mit grossem Erfolg eingeführt. Die Einheitsgemeinde ist somit ein klassisches Erfolgsmodell.

Die Unterzeichner dieses Leserbriefes wollen mithelfen, dass die Weichen für die Zukunft richtig gestellt werden, und sind zum Wohle der Gemeinde Jonschwil und ihrer geschätzten Bürger der Überzeugung, dass die sofortige Umsetzung der Einheitsgemeinde die Gemeinde fit macht für die Herausforderungen der Zukunft. Wir bitten die Stimmbürger deshalb, an der Bürgerversammlung vom 28. März 2011 für die Einführung der Einheitsgemeinde per 2013 zu stimmen.

René Bruderer

Salzwiesstrasse 8

9243 Jonschwil

und zwölf Mitunterzeichner