JA: Fassade und Informatik im Fokus

Lediglich 1,35 Prozent der Stimmberechtigten der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg nahmen ihre Pflicht wahr und somit an der Bürgerversammlung teil. Alle Anträge wurden gutgeheissen.

Zita Meienhofer
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Die Bürgerschaft sagte Ja zur Sanierung der Fassade und der Fenster des Traktes 78 (rechts, dunkelgrauer Teil) und der Fassade des Traktes 98 (links). (Bilder: Zita Meienhofer)

Die Bürgerschaft sagte Ja zur Sanierung der Fassade und der Fenster des Traktes 78 (rechts, dunkelgrauer Teil) und der Fassade des Traktes 98 (links). (Bilder: Zita Meienhofer)

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch

Sie lag bereits in den Vorjahren bei etwa 1,3 Prozent, die Stimmbeteiligung an der ordentlichen Bürgerversammlung der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg. Diese zählt in den ­Gemeinden Zuzwil sowie ­Nieder­helfenschwil 5545 Stimm­berechtigte. Davon waren am Dienstagabend 75 anwesend. Sie hatten unter anderem über die Rechnung 2016, die mit einer Besserstellung von 513 046 Franken abschloss, zu befinden. Das gute Ergebnis resultiert vor allem aus tieferen Personalkosten, Unterhaltsarbeiten, die aus Zeitgründen noch nicht realisiert werden konnten, und tieferen Heizkosten. Der Finanzbedarf der Gemeinde Niederhelfenschwil betrug 2,93 statt den budgetierten 3,12 Millionen Franken, jener der Gemeinde Zuzwil 3,49 statt 3,82 wie im Voranschlag prognostiziert. Im Budget 2017 wird mit einem Finanzbedarf von 3,22 Millionen Franken (Niederhelfenschwil) sowie 3,65 Millionen Franken (Zuzwil) gerechnet.

Die Rechnung 2016 und das Budget 2017 wurden diskussionslos und ohne Gegenstimme genehmigt. Weiter hatte die Bürgerschaft über die Sanierung der Fassade in den Gebäudetrakten 78 und 96 und der Sanierung der Fenster im Trakt 78 zu befinden.

Schadhafte Stellen an exponierten Flächen

Die Zahlen hinter den einzelnen Trakten stellen das Baujahr dar. Schulrat Adelbert Luzio, Verantwortlicher für den baulichen Bereich, informierte über die Notwendigkeit dieser Sanierung. Die Fassaden im Trakt 96 sind von Pilz befallen, weisen Feuchteschäden im Terrainbereich auf und haben mechanische Schäden. Im Trakt 78 gibt es einige schadhafte Stellen an exponierten Flächen. Dort sind auch die Holz-Metallfenster und Rafflamellenstoren schadhaft, müssen dringend ausgewechselt werden. Der Kostenvoranschlag, der die Sanierung der Fassade sowie das Ersetzen der Fenster und Lamellenstoren beinhaltet, beläuft sich auf 750 000 Franken. Diesem stimmten die Anwesenden einstimmig zu.

Das taten die Stimmberechtigten auch beim Antrag zur Erneuerung der Informatik. Eine Oberstufenschule müsse im Informatik-Bereich auf dem neusten Stand sein, müsse die jungen Menschen entsprechend ausbilden können und brauche dazu die nötige Infrastruktur, erklärte Schulratspräsidentin Ursula Künzle. Dazu hat sich der Schulrat mit der Schulleitung, der Lehrerschaft und einem externen Berater eingehend Gedanken gemacht. Deshalb beantragte er für das gesamte IT-Projekt einen Kredit von 330 000 Franken.

Fragen zu Schulweg und Kochunterricht

In der allgemeinen Umfrage war der offizielle Schulweg ein Thema. Im «Sproochrohr» (Mitteilungsblatt der Schulgemeinde) wurde darüber informiert, dass der Schulweg von Zuzwil über Zuckenriet führt – und nicht über Lenggenwil. Auf der offiziellen Strecke befindet sich auch ein Radweg – auf dem anderen nur teilweise. Ein Anwesender wollte wissen, ob der Aufruf, den offiziellen Weg zu benützen, gewirkt habe. Dies konnte Schulleiter Freddy Noser bejahen. Ob der Kochunterricht im neuen Lehrplan nun abgeschafft werde, war eine weitere Frage. Freddy Noser erklärte den Modus des neuen Lehrplans mit den zur Verfügung stehenden Lektionen. Die Oberstufenschule Sproochbrugg, der es wichtig erscheint, dass das Fach Kochen unterrichtet wird, hat nun einen Weg gefunden, wie dieses Fach in die Stundentafeln eingeplant werden kann. So werden die 2. und 3. Realklassen je ein halbes Jahr in diesem Fach unterrichtet. Die 2. Sekundarklasse während eines Jahres und in der 3. Sekundarklasse entfällt das Fach Kochen.