Ist der Abschluss ein Anfang?

Die Hinterthurgauer Gesangsformation Edelvoice gab am Samstagabend in Bichelsee ihr Abschiedskonzert – und begeisterte das Publikum.

Christof Lampart
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BICHELSEE. 18 Jahre zusammen, 180 Lieder im stets wechselnden Repertoire, ein gutes halbes Dutzend Auftritte im Jahr – das sind die imposanten Zahlen, welche Musikfans aus der ganzen Region mit dem Namen «Edelvoice» in Verbindung bringen. Doch diese Zahlen werden nicht mehr erweitert, denn Edelvoice hat beschlossen, dass es nun genug ist.

«Irgendwann ist es genug»

Wie Daniel Stamm in der Pause zwischen zwei Blöcken gegenüber der Wiler Zeitung erklärte, «ist es irgendwann genug, und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ich könnte nicht einmal sagen, warum wir eigentlich aufhören. Wir hatten keinen Streit. Es ist einfach irgendwie an der Zeit», sagte Stamm. Doch bekanntlich wohnt jedem Ende ein neuer Anfang inne. Dieser Gedanke mag jene trösten, die nach fast zwei Jahrzehnten Edelvoice den Singenden am Samstagabend nach dem Verklingen des letzten Liedes einen tosenden Applaus schenkten. Denn vielleicht war an diesem Abschlusskonzert, das vor Hunderten von Fans im evangelischen Kirchgemeindehaus Bichelsee über die Bühne ging, bereits die Zukunft mit am Werk. Denn Edelvoice spannte während des Konzertes mit dem Projektchor Singkreis Lützelmurg zusammen.

Das Publikum zog mit

Das Publikum war wach und von Anfang an voll begeistert. Es beklatschte alle Lieder, Schlager und Evergreens gleichermassen. Und so sangen sich Edelvoice und Singkreis durch ein kunterbuntes musikalisches Sammelsurium, das Hits wie «'s Füür vo de Sehnsucht», «Where Peaceful Waters Flow», «Looking Out My Back Door», «The Rose» oder «Crazy Little Thing Called Love» beinhaltete. Den Zuschauern machte es sichtlich Spass, diesem Chor zuzuhören. Die gutgelaunten Zuhörenden wollten die Sängerinnen und Sänger am Ende lange nicht gehen lassen.

Den Schlusspunkt setzte der Chor mit dem vielsagenden und doch nicht ganz ernst gemeinten Polo-Hofer-Song «Wenn mys letschte Stündli schlat».