Islamzentrum: Kein Weiterzug ans Bundesgericht

WIL. Nun ist es definitiv: Die Beschwerde gegen das geplante Islamische Begegnungszentrum (IBZ) im Süden der Stadt Wil wird nicht an das Bundesgericht weitergezogen. Das bestätigte Daniela Brühlmann als Sprecherin der Beschwerdeführer gestern gegenüber dieser Zeitung.

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Wil. Nun ist es definitiv: Die Beschwerde gegen das geplante Islamische Begegnungszentrum (IBZ) im Süden der Stadt Wil wird nicht an das Bundesgericht weitergezogen. Das bestätigte Daniela Brühlmann als Sprecherin der Beschwerdeführer gestern gegenüber dieser Zeitung. Den Entscheid begründet sie mit zu geringen Chancen auf Erfolg.

Enttäuschung

Erledigt ist die Angelegenheit für Daniela Brühlmann damit aber nicht. «Zurück bleibt die Enttäuschung, dass die Stadt Wil so ungerecht mit Parkplätzen umgeht», sagt sie, obwohl die Beschwerde vom Verwaltungsgericht abgewiesen worden war. Sie geht davon aus, dass es im Quartier zu Wegzügen kommen wird. «Es bleibt uns nichts anderes übrig, als das IBZ hinzunehmen oder wegzuziehen.»

Noch nicht bewilligt

Beim zuständigen Departement der Stadt Wil lagen bis gestern noch keine gesicherte Informationen vor, dass der Weiterzug ans Bundesgericht unterbleibt und die Baubewilligung für das IBZ damit rechtskräftig wäre. «Wenn es sich tatsächlich so verhält, bedeutet dies, dass das Bauvorhaben entsprechend der Baubewilligung der Baukommission vom 9. November 2012 – ohne neue Baubewilligung oder Planänderung – umgehend ausgeführt werden kann», sagt Thomas Kobler, Leiter Bewilligungen beim Departement Bau Umwelt und Verkehr der Stadt Wil.

Offene Türen für alle

Beim Islamischen Verein Wil ist die Freude gross. Das geistliche Oberhaupt, Imam Bekim Alimi, sagte unlängst gegenüber dieser Zeitung, es werde ein Haus mit offenen Türen gebaut. «Alle Interessierten sind jederzeit herzlich willkommen», sagte er. Auf Facebook bedankt sich der Verein: «Wir werden niemals vergessen, was ihr für uns getan habt und werden es unsere Kinder wissen lassen.» (hs)