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Interessenten für Gebäude in Niederuzwil müssen sich sputen

Einen konkreten Kaufinteressenten gibt es nach wie vor. Dennoch ist die Liegenschaft der Galerie zur alten Bank nun ausgeschrieben. Ein Imbiss-Lokal soll weiterhin nicht entstehen. Ein Risiko schwingt dennoch mit.
Angelina Donati
Die Liegenschaft an der Henauerstrasse 20 befindet sich in Niederuzwils Kernzone. (Bild: Andrea Häusler)

Die Liegenschaft an der Henauerstrasse 20 befindet sich in Niederuzwils Kernzone. (Bild: Andrea Häusler)

Mit der neuesten Mitteilung der Gemeinde Uzwil könnte der Eindruck entstehen, dass der bisherige Kaufinteressent der Liegenschaft an der Henauerstrasse 20 in Niederuzwil kein Interesse mehr hat. So wird im «Uzwiler Blatt» nämlich nach weiteren Interessen Ausschau gehalten. «Den besagten Kaufinteressierten gibt es nach wie vor», sagt Thomas Stricker, Verwaltungsleiter der Gemeinde Uzwil, auf Anfrage. Nur war es der Gemeinde ein Anliegen, die Ausschreibung ganz offiziell zu machen «und das Feld zu öffnen». Um sicherzugehen, dass die Bürger über die Veräusserung des Gebäudes im Bilde sind. Somit hätten alle dieselben Chancen und niemand werde dadurch benachteiligt.

Wer also das Gebäude, in dem sich derzeit die Galerie zur alten Bank und die Sozialen Dienste befinden, kaufen möchte, muss sich rasch entscheiden. Bis Freitag, 29. Juni können sich Interessierte bei der Gemeinde melden. Das Rennen für sich entscheiden wird aber nicht der Meistbietende, wie Stricker weiter erläutert. Ohnehin hält sich die Gemeinde bedeckt, was den Verkaufspreis angeht. «Es ist an den Interessenten, ihr Verkaufsangebot einzureichen.»

Mehr Wunsch als Auflage

Viel aussagekräftiger sind zahlreiche andere Kriterien, um das Gebäude mit seinen 873 Quadratmetern Bodenfläche, Gartenbereich und den Parkplätzen erwerben zu können. Ein grosses Anliegen der Gemeinde ist, wie die Räume künftig genutzt werden. Dies, nachdem im vergangenen Herbst bekannt wurde, dass weder die Gemeinde selbst noch die Schule die Räume in Niederuzwils Kernzone benötigen. Am liebsten sähe die Gemeinde einen Dienstleistungsbetrieb mit wertschöpfungsintensiven Arbeitsplätzen.

Explizit spricht sich die Gemeinde gegen die Entstehung eines Imbiss-Lokals aus. Auch eine Bankfiliale dürfe nicht eröffnet werden. Letztere ist eine Auflage aus früheren Zeiten, und im Grundbuch festgehalten. Das Verbot eines Imbiss-Lokals hingegen ist mehr Wunsch als Auferlegung. Festgehalten wird diese Beschränkung weder im Grundbuch noch im Verkaufsvertrag, wie Thomas Sticker bestätigt. Vielmehr würden die Verkaufsgespräche und schliesslich der Verkauf auf Vertrauensbasis abgewickelt. Trotz allem handle es sich nicht um eine blauäugige Herangehensweise der Gemeinde, wie Stricker betont. So trage unter anderem eine klare Nutzungsabsicht von Kaufinteressenten dazu bei, dass sich die Gemeinde auf deren Umsetzung verlassen könne.

Wie aber sieht es aus, wenn der neue Käufer sich wenige Monate nach der Vertragsabwicklung nicht mehr an die definierte Nutzung hält oder das Gebäude wieder verkauft? «Dieses Risiko lässt sich nicht umgehen», sagt der Verwaltungsleiter.

Galerie bleibt bis Mitte 2019

Im August soll voraussichtlich der Vertrag mit dem bisherigen oder einem neuen Kaufinteressenten unter Dach und Fach sein. Unabhängig davon steht fest, dass die Sozialen Dienste noch in laufenden Jahr ins ehemalige Gemeindehaus an die Flawilerstrasse umziehen werden. Die Galerie zur alten Bank wird noch bis Mitte 2019 an der Henauerstrasse bleiben.

Wie es mit dem Galeriebetrieb künftig weitergeht, muss allerdings noch entschieden werden. Zwar liebäugelt die Gemeinde mit einem neuen Standort, will diesen aber noch nicht öffentlich bekannt geben. Künftig soll die dortige Ausstellungsfläche ebenerdig und damit der Zugang für Rollstuhlfahrer gewährleistet sein. Konkreter dürfte es an der Bürgerversammlung im November werden. Dann, wenn die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den Kredit des Ausbaus am neuen Standort befinden sollen.

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