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Interesse an neuem Deponiestandort

Nach der Holcim AG, die im Gebiet Sonnenberg in Niederwil Kies abbauen möchte, wurde das Interesse an einer Deponie in der Ruetwis bekundet. Nun soll östlich des Dorfes ein weiterer allfälliger Standort geprüft werden.
Zita Meienhofer
Die Besitzer der Parzellen entlang der Autobahn wurden für eine Machbarkeitsstudie einer Deponie Degenau West Gossau/Oberbüren angefragt. (Bild: Zita Meienhofer)

Die Besitzer der Parzellen entlang der Autobahn wurden für eine Machbarkeitsstudie einer Deponie Degenau West Gossau/Oberbüren angefragt. (Bild: Zita Meienhofer)

Niederwil ist begehrt. Begehrt als Kiesabbau- oder Deponiestandort. Im Sommer 2012 war es die Holcim Schweiz AG, die öffentlich machte, im Sonnenberg – am westlichen Dorfrand – Kies abbauen zu wollen und die Grube anschliessend mit sauberem Aushubmaterial wieder zu füllen. Einige Monate später informierte die Arbeitsgemeinschaft Brunner Umweltservice AG, Flawil, und Heinz Kaiser AG, Oberbüren, im Gebiet Ruetwis – südlich der Autobahn – eine Deponie für sauberes Aushubmaterial in der Grösse von 90 ooo Kubikmetern realisieren zu wollen.

Nun, Mitte September, erhielten einige Grundstückbesitzer am Ostrand des Dorfes Post von der Firma Resdag, Ressourcen + Deponien AG, St. Gallen. Das Unternehmen möchte dem Deponienotstand im Grossraum St. Gallen und Umgebung entgegenwirken und neue Standorte für den Betrieb von Deponien suchen und auf ihre Machbarkeit prüfen. Einer der bevorzugten Standorte – neben weiteren in der näheren Umgebung –, den die Firma prüfen möchte, ist Degenau West Gossau/Oberbüren. Dies vor allem wegen der topographischen Lage entlang der Autobahn, heisst es im Schreiben. Deshalb wurden die Besitzer von insgesamt sechs Parzellen – meist Landwirte in und um den Weiler Degenau – angeschrieben. Vier Parzellen liegen auf Oberbürer-, zwei auf Gossauer Gemeindegebiet. Was das Unternehmen in Degenau plant, kann Christoph Heuberger von der Resdag AG nicht im Detail sagen. «Es ist noch nichts Konkretes bekannt.» Soviel lässt er verlauten: Die Resdag AG sei sehr aktiv und prüfe derzeit einige Standorte in der Ostschweiz. Dass nun mit der Resdag noch ein drittes Unternehmen in Niederwil einen Kiesabbau- oder Deponiestandort prüft, ist Christoph Heuberger bekannt. «Der Schnellere sei eben der Gschwindere», sagt er dazu.

Von den Plänen der Resdag AG hat Oberbürens Gemeindepräsident Alexander Bommeli nur inoffiziell Kenntnis – und das auch nur sehr spärlich. Die Gemeinde könne zum jetzigen Zeitpunkt sowieso nicht einwirken. Vorerst sei es Sache der Grundeigentümer, zu bestimmen, ob sie für dieses Projekt in der Degenau zu haben seien oder nicht, sagt Bommeli.

Einen Eintrag im kantonalen Richtplan ist bei einer Deponie, die ein Volumen von 100 000 Kubikmetern nicht übersteigt, nicht zwingend. Dieser Umfang wäre demnach beim Projekt Degenau West Voraussetzung, denn ein Richtplaneintrag ist für dieses Gebiet nicht vorhanden.

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