Intakte Landschaft erhalten

«Kiesgrube gehört zu Wuppen-au», Ausgabe vom 22. März

Heini Nigg, Hosenruck
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Einwohner der Politischen Gemeinde Wuppenau sehen sich seit geraumer Zeit zunehmend Angriffen auf ihre Lebensqualität ausgesetzt. Durch den forcierten Ostanflug und den geplanten Ausbau der Piste 28 drohen wir zum Lärmabfallkübel zu werden. Gigantische Windkraftwerke sollen unsere Gegend optisch und akustisch verschmutzen. Der Zersiedlung muss auf Dauer der Riegel geschoben werden.

Aktuell will sich die Kieswerkbetreiberin Cellere AG für die nächsten zwei Jahrzehnte in unserer Landschaft festkrallen, in grossem Stil Kies abbauen, um eine gewinnbringende Deponie zu betreiben. Für die Gemeinde werden – wie bis heute – lediglich Almosen entfallen. In der Folge einer allfälligen Zonenplanänderung werden riesige Kiesbrecher, Ripper-Bagger, Raddumper und Raupenlader auffahren. Tausende von Tandemfahrten mit schweren vier- und fünfachsigen 40-Tonnen-Lastwagen werden Gemeindestrassen belasten und beschädigen, Schulkinder und weitere Verkehrsteilnehmer gefährden. Wir haben einschlägige ungute Erfahrungen mit der einstigen Kiesgrube Gabris gemacht. Als Hosenrucker habe ich von der Erweiterung der Kiesgrube kaum Ungemach zu erleiden. Gegner der Kiesgrubenerweiterung aber befürchten starke Lärm- und Staubentwicklung sowie erheblichen Zusatzverkehr. Es entsteht für die nächsten 20 Jahre quasi eine Industriezone vor ihren Haustüren.

Es kann uns nicht gleichgültig sein, wenn nach einer Annahme der Zonenplanänderung Grosswis an der Gemeindeversammlung viele Mitbürger rund um die Kiesgrube für die nächsten 15 bis 20 Jahre einen beträchtlichen Teil ihrer bisherigen Lebensqualität einbüssen müssen. Für sie, wie für uns alle, sind eine intakte Landschaft, Ruhe, frische, staubfreie Luft und Verkehrssicherheit entscheidende Güter, die das Leben im ländlichen Raum so lebenswert machen. Ich hoffe, dass die gemeindeinterne Solidarität auch diesmal zum Tragen kommen wird.

Heini Nigg, Hosenruck

Hinweis der Redaktion: Im Vorfeld der Kiesgrubenabstimmung von kommendem Mittwoch werden keine Leserbriefe mehr zu diesem Thema publiziert.