Insekten
Wie in früheren Zeiten: Warum der Junikäfer dieses Jahr sein Comeback feiert

Die grossen Brummis namens Junikäfer schwirren und surren wieder durch die Abendstimmung. Und das pünktlich um 21.15 Uhr. Gefühlt sind es mehr als in anderen Jahren. Wirklich? Andreas Kopp vom Naturmuseums St.Gallen klärt auf.

Elia Fagetti
Drucken
Teilen
Die haarigen Käfer fliegen wieder wie in den Jahren zuvor.

Die haarigen Käfer fliegen wieder wie in den Jahren zuvor.

Bild: PD

Es sind dicke, brummende Käfer. Sie schlüpfen, wie der Name impliziert, in den Sommermonaten. In den vergangenen Jahren sah man nicht so viele ihrer Art. Doch dieses Jahr ist wieder einmal Verlass auf die Junikäfer. Exakt um 21.15 Uhr schwärmten die Käfer in der Abendstimmung aus, wie früher.

Andreas Kopp, freier Mitarbeiter des Naturmuseums St.Gallen, erklärt, warum das so ist.

Andreas Kopp.

Andreas Kopp.

Bild: PD
«Die trockenen und heissen letzten Jahre haben den Junikäfern zu schaffen gemacht.»

Laut seinen Aussagen flogen die vergangenen drei Jahren nur wenige Junikäfer. Der Käfer habe eine zweijährige Entwicklung. Die Eier überwintern also zweimal, bevor die herangewachsenen Engerlinge schlüpfen und losfliegen. Kopp nimmt an, dass der trockene Boden im ersten Entwicklungsjahr für die Engerlinge schlecht ist. Man habe in den vergangenen Jahren auch kaum Schäden im Rasen durch Junikäfer feststellen können. Kopp sagt:

«Es hat wieder Junikäfer wie in früheren Zeiten, aber nicht mehr.»

Aktuelle Nachrichten