INDIVIDUALVERKEHR: Jeden Tag 19000 Fahrzeuge

7070664 Fahrzeuge fuhren 2016 über die Augarten-Kreuzung in Uzwil. Ähnlich viele wurden bei Wil und Bazenheid gezählt. Mehr Verkehr gibt es im Kanton St. Gallen nur in St. Gallen und Rapperswil.

Hans Suter
Drucken
Teilen
Freitag, kurz vor 14 Uhr: wenig Verkehr auf der Umfahrung Bazenheid. Doch die Momentaufnahme trügt: Hier fahren jährlich knapp sieben Millionen Fahrzeuge durch. (Bild: Hans Suter)

Freitag, kurz vor 14 Uhr: wenig Verkehr auf der Umfahrung Bazenheid. Doch die Momentaufnahme trügt: Hier fahren jährlich knapp sieben Millionen Fahrzeuge durch. (Bild: Hans Suter)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Die Augarten-Kreuzung in Uzwil wurde 2016 im Durchschnitt jeden Tag von 19319 Fahrzeugen befahren (DTV). Der durchschnittliche Werktagverkehr (DWV) belief sich sogar auf 21699 Fahrzeuge. Insgesamt wurden an der automatischen Messstelle 7070664 Fahrzeuge gezählt, was gegenüber 2015 eine Zunahme um 1,4 Prozent bedeutet. Das ist das höchste Verkehrsaufkommen in der Region Wil. Wie hoch der Lastwagenanteil ist, lässt sich hier aus technischen Gründen noch nicht erfassen.

Aus der Verkehrsstatistik des Kantons St. Gallen des Jahres 2016 geht hervor, dass es nur in den Ballungszentren St. Gallen und Rapperswil noch mehr Verkehr gibt. Der Untere Graben in St. Gallen wurde 2016 von 8,6 Millionen Fahrzeugen befahren, der Seedamm in Rapperswil gar von 9,1 Millionen. Mit knapp 10,2 Millionen Fahrzeugen liegt die A53 im Raum Schmerikon an der Spitze der Rangliste.

Viel Verkehr gibt es auch im Raum Bazenheid-Bütschwil. Die Umfahrung Bazenheid als zweitmeist befahrene Kantonsstrasse in der Region Wil bewältigte ein Verkehrsaufkommen von täglich 18887 Fahrzeugen, an Werktagen gar 20196. Auf Jahressicht sind es 6912751 Fahrzeuge. In Bütschwil wurden knapp 5,9 Millionen Fahrzeuge gezählt, an Werktagen durchschnittlich 17044. Das ist der vierthöchste Wert in der Region.

6 Millionen Fahrzeuge in der Stadt Wil

Das dritthöchste Verkehrsaufkommen verzeichnete die Messstelle Lindengut in Wil. Die Toggenburgerstrasse wurde im Jahr 2016 von 6017178 Fahrzeugen befahren, 1,3 Prozent weniger als 2015. An den Werktagen wurden durchschnittlich 17625 Fahrzeuge gezählt. Nicht viel weniger Verkehr hat es auf der Rudenzburg-Kreuzung von und nach Zuzwil. Der Werktagdurchschnitt lag bei 15596, das Jahrestotal bei 5230921 Fahrzeugen. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2015. Die Messstelle Psychiatrische Klinik an der Zürcherstrasse in Wil registrierte 4219747 Fahrzeuge. Der durchschnittliche Werktagverkehr belief sich auf 12293 Fahrzeuge (+2,1%). Ein hohes Verkehrsaufkommen verzeichnen auch Jonschwil, Zuzwil und Flawil. Auf der Schwarzenbacherstrasse in Jonschwil wurden von und nach Wil an Werktagen 13165 Fahrzeuge gemessen, in Zuzwil an der Grünegg-Kreuzung waren es 11909 und an der Messstelle Feld in Flawil von und nach Gossau 11706 Fahrzeuge.

An fünf Messstellen in der Region wurde eine Verkehrsabnahme registriert, an zwölf hingegen eine Zunahme. Die Gründe dafür sind allerdings vielfältig.

Am meisten Lastwagen in Unterrindal

Den kantonsweit höchsten Lastwagenanteil am Verkehrsaufkommen hat nach wie vor Unterrindal mit 7,7 Prozent. Die Strecke Bütschwil–Ganterschwil weist mit 7,6 Prozent den zweithöchsten Wert auf. Zum Vergleich: Am Zollamt Au liegt der LKW-Anteil bei 7 Prozent. Bei der Messstelle Wolfikon bei Kirchberg wurde ein LKW-Anteil von 5,6 Prozent registriert, 5,1 Prozent waren es in Niederbüren Chrüzwiese und ebenfalls 5,1 Prozent bei der Messstelle Flawil Feld. Auf Platz 6 in der regionalen Statistik liegt die Messstelle Bächli in Bütschwil mit 4,8 Prozent und auf Platz 7 mit 4,7 Prozent die Umfahrung Bazenheid. An acht der insgesamt 18 Messstellen in der Region Wil konnte der LKW-Anteil technisch nicht ermittelt werden.