In Überzahl ins Verderben gerannt

Der EC Wil verliert sein Samstagsspiel gegen den SC Rheintal mit 3:4. Zwei der vier Gegentreffer kassierte das Heimteam mit einem Mann mehr auf dem Eis. Nach dem Erfolg des SC Herisau rückt für die Äbtestädter der angestrebte zweite Rang in weite Ferne.

Raphael Ammann
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EC Wil-Präsident Daniel Kamber blickt kritisch auf das Geschehen auf dem Eis hinunter. (Bild: Urs Nobel)

EC Wil-Präsident Daniel Kamber blickt kritisch auf das Geschehen auf dem Eis hinunter. (Bild: Urs Nobel)

EISHOCKEY. Am 11.11.2014, also just zum Fasnachtsauftakt, standen sich der SC Rheintal und der EC Wil zum letzten Mal gegenüber. Viel zu feiern hatte die Truppe um Wil-Trainer Yves Narbel an jenem Abend aber nicht. Für sie war es nach sieben Siegen in Serie die erste Niederlage in der laufenden Saison. 3:2 verloren die Äbtestädter damals in Widnau in der Verlängerung. Die Devise vor dem Heimspiel am vergangenen Samstag gegen den SC Rheintal war somit klar: Die Revanche muss her!

Zwei Shorthander kassiert

Die Partie startete mit einer ausgeglichenen Phase. Beide Mannschaften konnten gute Chancen verzeichnen, wobei Rheintal mit einem Pfostenschuss in der ersten Minute definitiv die beste Gelegenheit zum Führungstreffer hatte. Das Skore wurde schliesslich in der 12. Minute eröffnet. Meier reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und brachte das Heimteam mit 1:0 in Front. Eine kuriose Szene folgte nur zwei Minuten später. Obwohl die Scheibe ihren Weg ins Wiler Tor fand, zählte der Treffer nicht. Das Gehäuse wurde zuvor von Goalie Gemperle verschoben. Die Antwort der frustrierten Rheintaler folgte nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff mit einem regulären Treffer; der Ausgleich war Tatsache. Was danach kam, war aber noch bitterer für Wil. Es kassierte in derselben Überzahlsituation gleich zwei Gegentore. Das war genug des Negativen für Yves Narbel. Er wechselte anschliessend den Torhüter aus.

Aufholjagd nicht belohnt

Der erhoffte Effekt des Goaliewechsels wurde mit dem 1:4 durch den SC Rheintal im Keime erstickt. Breitenmoser konnte den Puck aus naher Position völlig unbedrängt an Simon Ade vorbei in die Maschen hauen. Wil warf nach diesem erneuten Schock alles nach vorne. Der erhöhte Einsatz wurde in der 32. Minute durch ein Tor von Topskorer Pfennich belohnt. Es kam sogar noch besser für den EC Wil. Die Scheibe fand dieses Mal während einer erneuten Überzahl den Weg ins richtige Tor. Es war wieder Meier, der die Äbtestädter durch seinen Anschlusstreffer jubeln liess. Eigentlich hätten die Wiler nachfolgend ein ganzes Drittel Zeit gehabt, das Spiel noch zu ihren Gunsten zu wenden. Die Spieler scheiterten jedoch am Torhüter, am Pfosten oder am Unvermögen. Dem EC Wil war die Revanche sichtlich misslungen.