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Heimstätten Wil: In kleinen Schritten zur Mitbestimmung

Im Geschäftsbericht richtet die Stiftung Heimstätten Wil ihren Blick auf die Beteiligungskultur.
Ab Anfang 2020 übernimmt die Stiftung Heimstätten die Gärtnerei der Psychiatrie in Wil.Bild: PD

Ab Anfang 2020 übernimmt die Stiftung Heimstätten die Gärtnerei der Psychiatrie in Wil.Bild: PD

Seit rund zwei Jahren beabsichtigen die Heimstätten Wil, sich langfristig auf eine Kultur der Beteiligung und der Begegnung auf Augenhöhe auszurichten. Im Geschäftsbericht 2018 gibt die Stiftung einen Einblick in verschiedene Projekte, die aufzeigen, wie Beteiligung gemäss UN-Behindertenrechtskonvention gelingen kann.

So sollen Zielprozesse künftig gemeinsam mit Fachpersonen und Klientel erarbeitet werden. Die Methode des «World Cafe», mit der die Stiftung ihre Grossgruppenveranstaltungen moderiert, hat sich auch bei der Bearbeitung der Zielprozesse als wirksam erwiesen. Auch Gedanken und Wünsche von Klientinnen und Klienten, die sich nicht verbal ausdrücken können, fliessen mit Hilfe der «Unterstützen Kommunikation» ein.

Der Workshop, der zum Thema «Inklusion und UN-Behindertenrechtskonvention» stattgefunden hatte, zeigt ebenfalls auf, wie Beteiligungskultur gelingen kann. Ergebnis des Anlasses war eine gemeinsam erarbeitete Absichtserklärung unter dem Titel «Mitbestimmung: Das tun wir bis Ende Jahr.» In kleinen Schritten macht sich die Stiftung nun auf den Weg zur Umsetzung der angestrebten Beteiligungskultur. Und setzt dabei auf Vertrauen statt auf Kontrolle.

Im Berichtsjahr 2018 haben die Heimstätten Wil zudem eine Absichtserklärung unterschrieben, die Gärtnerei und den dazugehörigen Laden «querbeet» der Psychiatrie St. Gallen Nord per 1. Januar 2020 zu übernehmen. Der Beschluss des Verwaltungsrates der Psychiatrie St. Gallen Nord, die Gärtnerei zu schliessen, hätte einschneidende Folgen für die Stiftung gehabt, da die «grünen Arbeitsplätze» ein wichtiger Teil des Unternehmens sind. Zusammen mit dem, was bereits über Jahre hinweg in Richtung ökologischem und nachhaltigem Landbau auf- und ausgebaut worden ist, wären diese Arbeitsplätze somit weggefallen, was 57 Menschen mit IV-Rente direkt betroffen hätte.

Gesamtarbeitsvertrag 
in Kraft

Am 1. Januar 2018 trat der Gesamtarbeitsvertrag in Kraft. Die Heimstätten Wil waren für einen Zeitraum von drei Jahren nach ihrer Stiftungsgründung an die kantonalen Richtlinien gebunden. Diese Anbindung löste sich per Ende 2017 auf. Um eine gute Anschlusslösung bieten zu können, setzte sich die Personalkommission der Stiftung für einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ein, der im Dezember 2017 von der Belegschaft angenommen wurde. (pd/red)

Ab Anfang 2020 übernimmt die Stiftung Heimstätten die Gärtnerei der Psychiatrie in Wil.Bild: PD

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