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In Katharinas Kräutergarten

Als Spiegel des Lebens bezeichnet Katharina Reichmuth aus Kirchberg ihren Natur- und Kräutergarten. Die Fachfrau für Kräuterkunde hat aus ihrem Refugium einen Schaugarten gemacht, der von Interessierten besichtigt werden kann.
Melanie Graf

Kirchberg. In diesem Sommer ist aus dem Natur- und Kräutergarten von Katharina Reichmuth in Kirchberg ein Schaugarten entstanden. Rund 70 verschiedene Pflanzen hat die Gärtnerin mit Metalltafeln beschriftet. Sie will Interessierten das sinnliche Erlebnis des Gartens näherbringen. «Die Pflanzen haben für mich einen hohen Stellenwert. Mit dem Schaugarten möchte ich den Pflanzen mehr Anerkennung zukommen lassen», beschreibt die Fachfrau für Kräuterkunde mit Ausbildung zur Kräuterpädagogin ihre Idee.

«Für mich ist der Garten ein Spiegel des Lebens, ein Paradies zum Experimentieren, Üben, Erkennen, Erworbenes weitergeben, Zwiesprache halten, Innehalten, jährlich Wiederkehrendes vergleichen, Bestimmen und Spontanes wahrnehmen», philosophiert die Mutter zweier Teenager weiter. Es ist unter anderem auch die Philosophie, Mythologie und Geschichte der Pflanzen, die Katharina Reichmuth so fasziniert. Sie interessiere sich dafür, wie die Pflanzen zu ihrem Namen gekommen seien.

Sie sei überwältigt von der Schönheit des Gartens, des Lebens in ihm und geniesse täglich das sinnliche Erlebnis, wenn sie durch ihren Garten streife.

Vom Garten geprägt

Auch für ihre Familie, ihrem Mann Kurt und die beiden Kinder Jasmin und Adrian, ist der Garten von grosser Bedeutung. «Für die Familie ist der Garten ein Ruhepol», sagt Katharina Reichmuth. Die Kinder würden ihr regelmässig im Garten helfen. Sie selbst sei auf einem Bauernhof aufgewachsen und von Kindheit an mit dem Erlebnis Garten geprägt.

Ihre Mutter habe einen riesigen Garten gehabt. Jedes der Geschwister habe ein eigenes Gärtchen haben dürfen und gelernt, es zu pflegen.

Damals hat Katharina Reichmuth die Leidenschaft und Verbundenheit zum Garten entdeckt. «Mein Gärtchen wurde jedes Jahr grösser. Bald habe ich sogar den Garten meines Bruders übernommen», erzählt die Kräuterfachfrau lachend. Die Liebe zu den Kräutern kam in der Lehre als Pharmaassistentin dazu. «Ich habe damals schon sehr gerne die Kräuter abgefüllt.»

Noch viele Ideen

Ein Garten wie dieser der Familie Reichmuth entsteht nicht von heute auf morgen. Seit 15 Jahren wohnt die Familie in dem Haus an der Eschenstrasse. Damals sei der Wunsch aufgekommen, auf der steilen Rasenfläche vor dem Wintergarten einen Naturgarten anzulegen, schildert Katharina Reichmuth. Sie hätten verschiedene Naturgärten angeschaut und da hätte es ihnen «den Ärmel reingezogen».

Man habe das Gelände hinter dem Haus terrassiert, Sandsteinmäuerchen und Kieswege gebaut und viele verschiedene Kräuter und Stauden in die magere Erde gesetzt. Heute dürfen Interessierte auf Voranmeldung das Werk der Natur in Katharinas Kräutergarten bestaunen. Und an interessierten Menschen fehlt es nicht. Eine Gruppe älterer Leute aus einem Wohn- und Pflegeheim hat sich nächstens für eine Führung angemeldet.

Katharina Reichmuth freut sich darauf, ihren Garten zu zeigen und ihr Wissen über Kräuter weiterzugeben. Die 50-jährige Kräuterkundlerin hat noch viele weitere Ideen. Auf die Umsetzung der einen oder anderen Idee wartet sie noch, bis die Zeit dafür reif ist. Aber eines verrät die Kirchbergerin bereits jetzt: «Ich bin gerade daran ein Kursprogramm auf die Beine zu stellen. Einen Kurs, rund um den Naturgarten und Kräuter.»

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