In einer Woche gilt es für die Musikvereine ernst

Nur noch wenige Tage bleiben den Musikvereinen bis zum Kantonalen Musikfest in Lenggenwil. Dort präsentieren sie ihr Können den Experten. Vier Vereine taten dies zur Vorbereitung am Freitagabend im Flawiler Lindensaal und wissen nun, wo sie stehen.

Zita Meienhofer
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Konzentriert präsentieren die Musikantinnen und Musikanten das Selbstwahl- und das Aufgabenstück für das St. Galler Kantonalmusikfest. (Bild: Zita Meienhofer)

Konzentriert präsentieren die Musikantinnen und Musikanten das Selbstwahl- und das Aufgabenstück für das St. Galler Kantonalmusikfest. (Bild: Zita Meienhofer)

Alle fünf Jahre ist es soweit, dann stellen sich die St. Galler Musikvereine den Experten, wollen wissen, welcher Verein der beste im Kanton ist. In einer Woche tun sie das in Lenggenwil. Zur Vorbereitung, zum Üben des «Ernstfalls» präsentierten sich die Vereine aus Flawil, Jonschwil/Lütisburg, Niederhelfenschwil und Bichwil-Oberuzwil erstmals dem Publikum und den Experten René Messmer und Daniel Zeiter. Diese zeigten den Musikkorps auf, woran in den nächsten Tagen noch gearbeitet werden kann.

Selbstwahlstück zeigt die Stärken der Vereine

Die vier Vereine spielen alle in der dritten Stärkeklasse und mit Ausnahme von Niederhelfenschwil (Brass Band) in Harmonie-Besetzung. Während das Selbstwahlstück freigewählt und so lange geübt werden darf, wie es der Verein möchte, erhalten die Musikantinnen und Musikanten das Aufgabenstück, das dieses Mal eine Auftragskomposition ist, zehn Wochen vor dem Fest. Die Selbstwahlstücke zeigen oft die Stärken der Vereine auf, sind von den Dirigenten so gewählt, dass sie für das Korps gut spielbar sind. Die Harmoniemusik Flawil unter der Leitung von Michael Müller spielt «Hindenburg», ein Stück, das gerne gehört wird und auch entsprechend präsentiert worden ist. Die Spielgemeinschaft Jonschwil-Lütisburg, die von Franz Sutter geleitet wird, hat sich für «Where the river flows» entschieden.

Die Niederhelfenschwiler spielen «Fanfare, Romance, Final», einen Brass-Band-Titel von Philip Sparke, den sie schön interpretiert haben. Sie stehen unter der Leitung von Marcel Eggler. Ebenfalls von Sparke stammt «Towards the Western Horizon», das die Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil unter der Leitung von Dominik Eugster gewählt hat.

Die Aufgabenstücke sind Auftragskompositionen

Mit dem Aufgabenstück haben sich die Vereine zu arrangieren. Das ist eine Vorgabe des St. Galler Blasmusikverbandes. «Como la Flor» von Mario Bürki haben die Drittklassvereine in Harmoniebesetzung vorzutragen. Ein rhythmisch anspruchsvolles Stück, das sehr gehörfällig ist und somit einen Mehrwert im Repertoire der Vereine darstellen wird. Bürkis Komposition fordert die Posaunisten, da die Flatterzungen-Technik angewendet werden sollte. Es war interessant, die verschiedenen gespielten Vorträge der Harmonievereine zu hören.
Für die Korps mit Brass-Band-Besetzung hat Dean Jones «The Court Jester» komponiert. Einen Titel, der für Drittklassvereine gut spielbar ist, der sie allerdings darin fordert, dass immer wieder Passagen solistisch gespielt werden müssen. Letztlich haben die Musikvereine ihr Können auch marschierend zu zeigen.

Premiere für Flawil

Niederhelfenschwil und Bichwil-Oberuzwil werden am Parademusik-Wettbewerb Evolutionen (Figuren) zeigen, Jonschwil-Lütisburg und Flawil traditionell marschieren.
An diesem Vorbereitungskonzert in Flawil fand eine Premiere statt. Erstmals kam die neue Röhrenglocke der Harmoniemusik Flawil zum Einsatz. Das 7000 Franken teuere Instrument wurde von der Genossenschaft Gemeinschaftsantenne (GGA) Flawil finanziert.