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In die eigene Stille eintauchen: Das macht die Ausstellung in der Galerie zum Nollen möglich

In der Galerie zum Nollen sind zurzeit Gemälde von Theres Menzi und Keramiken von Jolanda Sigg zu sehen.
Carola Nadler
Bis 17.November zeigt die Galerie am Nollen die Ausstellung «Elementares» mit Keramiken von Jolanda Sigg (links) und Gemälden von Theres Menzi (rechts), Mitte: Galeristin Claudia Wenger. Bild: Carola Nadler

Bis 17.November zeigt die Galerie am Nollen die Ausstellung «Elementares» mit Keramiken von Jolanda Sigg (links) und Gemälden von Theres Menzi (rechts), Mitte: Galeristin Claudia Wenger. Bild: Carola Nadler

Grosse, abstrakte Farbflächen, schlichte Keramikgefässe: Einfach gesagt sind dies die Exponate der Ausstellung «Elementares», welche am Samstag in der Hosenrucker Galerie zum Nollen ihre Vernissage feierte. Beginnt man den Rundgang durch die Ausstellung und geht in eine Beziehung zu den Bildern und Gefässen, entfalten diese eine Wirkung, die danach ruft, diese Beziehung zu vertiefen: Zu erforschen, zu entdecken, das Dahinter zu erfahren.

Die beiden Künstlerinnen aus dem Zürcherischen Dinhard kennen sich schon länger und haben gemeinsam ein Ausstellungsprojekt entwickelt, als sie feststellten, dass Keramik und Malerei gut zueinander passen.

Balance zwischen Intensität und Ruhe

Das Thema «Elementares» habe sich aus den Begriffen wie einfach, echt, direkt, unmittelbar, ursprünglich, Reduktion und Abstraktion herauskristallisiert, erklärte Galeristin Claudia Wenger, die den Schaffensprozess begleitet hatte. Theres Menzi hatte sich die Aufgabe gestellt, aus der Fülle in eine reduzierte Klarheit zu finden. Ihre Bilder sprechen durch die Balance zwischen Intensität und Ruhe an. Da explodiert ein Karmesinrot, läuft nasse Farbe, Regenspuren gleich, zum unteren Bildrand, da knallt ein Orange unter seinem komplementären Bergblauhimmel – und doch ist diesen Bildern eine Klarheit und Stille inne, in der man gerne ertrinken würde.

Nebst den grossen Gemälden sind auch kleine Bilder aus einer älteren Serie «Begegnungen» zu sehen. Das konfliktreiche Spannungsfeld zwischen Mensch, Tier und Zivilisation, dargestellt in abstrakten Collagen von Rabe, Wolf und menschlichen Schemen.

Ruhe und Klarheit in den Keramiken

Jolanda Siggs Gefässe haben in etwa die Ausstrahlung eines meditierenden, sich selbst gefunden Zen-Mönches. Ohne Schnörkel, unprätentiös stehen sie da, alleine oder gruppiert, als bräuchte es nichts anderes auf der Welt. Ruhe und Klarheit – Eigenschaften, die auch im Atelier von Jolanda Sigg anzutreffen sind, wie Claudia Wenger in ihrer Laudatio erzählte. Sigg selber sagt, dass Ruhe beim Schaffen ihrer Doppelwandgefässe unumgänglich ist. Andererseits geben die Gefässe ihr diese Ruhe auch wieder zurück. Ursprünglich weiss oder in erdigen Brauntönen, laden die Vasen und Schalen zur Berührung ein. Und wo ein apfelkernfarbiges Gefäss Wärme erwarten lässt, erfährt der Kontaktsuchende glatte Kühle.

In der Projektbeschreibung findet sich ein Gedicht von Richard Brautigan, dessen wenige Worte die Essenz der Bilder und Gefässe ausdrücken: «Reduziere den Lärm der Gefühle und des Kopfes, bis du die Stille deiner Selbst erreichst.» So gesehen leitet die Ausstellung dazu ein, in die eigene Stille einzutauchen.

Hinweis: Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag: 16–20 Uhr / Mittwoch und Sonntag: 14–17 Uhr

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