Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

In der Hitze geht es in die Höhe: Ausflugsrestaurants erfreuen sich grosser Beliebtheit

Das Zmittag unter der schattigen Laube, das Dessert auf der Terrasse – Restaurants auf Anhöhen sind gut besucht.
Zita Meienhofer
Restaurants auf Anhöhen werden an heissen Tagen gerne aufgesucht. Bestellt werden oft Salate oder Glacés. (Bild: SGT)

Restaurants auf Anhöhen werden an heissen Tagen gerne aufgesucht. Bestellt werden oft Salate oder Glacés. (Bild: SGT)

Es ist drückend heiss, obwohl der Ventilator surrt. Der Schweiss lässt die Arme am Bürotisch kleben. Das Glas Wasser steht bereit. Die Sehnsucht nach einem kühlen Lüftchen, einer schattigen Laube wächst – vor allem, wenn die Essenszeit naht. Restaurants mit Gartenterrassen oder schattigen Lauben, aber vor allem Restaurants auf luftiger Anhöhe, können in diesen heissen Tagen nicht über Mangel an Gästen klagen. Da kommt es sogar vor, dass die Wirte nicht einmal mehr Zeit finden für einen kleinen Schwatz, weil die Gäste bedient werden wollen.

Zeit nimmt sich Joseph Senn vom Hotel Wolfensberg in Degersheim, obwohl er nicht über Gästemangel klagen kann. Er sagt:

«An heissen Tagen kommen viel mehr Leute, da haben wir den Garten voll.»

Viele Besuchende kennen das Gartenrestaurant auf dem Wolfensberg, schätzen die Plätze unter dem grossen Baum und die kühleren Temperaturen auf 900 Metern Höhe. «Es sind etwa drei Grad weniger als in Gossau», erklärt Senn, dem das am Vortag während der Autofahrt aufgefallen ist. Da das Hotel Wolfensberg auf der Strecke oder in der Nähe verschiedener Wege wie dem Panoramaweg, dem Kräuterweg oder «Rond om Tegersche» liegt, kehren immer wieder Wanderer oder Spaziergänger in diese Gaststätte ein.

Zwei, drei Grad weniger und ein stetes «Lüftchen»

Von überraschend vielen Gästen während der Mittagszeit spricht Anita Lusti vom Restaurant Frohe Aussicht auf dem Winzenberg. Sie habe mit weniger Leuten gerechnet bei diesen Temperaturen, erklärt sie. «Unsere Gartenterrasse muss bekannt und demnach beliebt sein», sagt die Wirtin. Auch sie weisst darauf hin, dass die niedrigeren Temperaturen auf 800 Metern über Meer und das «Lüftchen», das ständig kühlt, ausschlaggebend sein könnten, dass ein Restaurant in Anhöhe bevorzugt werde. Ruhiger ist es dieser Tage bei Anita Lusti einzig am Nachmittag. Am Morgen kehren immer wieder Velofahrer ein und am Abend ist die Zahl der Gäste ebenfalls grösser als sonst.

«Einzig die Wanderer bleiben fast aus.»

Einige Kilometer entfernt und 100 Höhenmeter tiefer als das Restaurant Frohe Aussicht liegt das Rössli in Tufertschwil. Dort hat Magnus Thalmann alle Hände voll zu tun. Vor allem am Abend seien Restaurant und Garten gut besetzt. «Wenn es mehrere Tage nacheinander heiss ist, kommen die Leute zahlreicher, als wenn es nur einzelne Tage sehr schön ist», weiss er. «Dann gehen sie in die Badi.»

Die Speisekarte wird den Temperaturen angepasst

Ernst Schreck vom Restaurant Eppenberg in Bichwil zählt während der heissen Tage weniger Gäste. «Dies, obwohl es hier auf 800 Metern etwa zwei Grad kühler ist und ein Lüftchen weht», erklärt er. Bei diesen hohen Temperaturen passt er seine Speisekarte an. Dann gibt es auf dem Eppenberg Salate in allen Varianten. Und natürlich brauche er auch mehr Glace.

Auch Magnus Thalmann passt seine Karte den Temperaturen an. «Ich mache sie immer am Montag, dann kann ich entsprechend reagieren», sagt er. An heissen Tagen bietet er unter anderem kalte Suppen, grosse Salatteller mit Pouletfleisch und Melonenschnitzen an. Der Gastronom erklärt:

«Salate und Glaces sind während dieser Tage sehr gefragt.»

Auch an heissen Tagen wird warm gegessen

Anita Lusti hingegen passt ihre Speisekarte den ganz heissen Tagen nicht an. «Wir haben eine Sommerkarte, die von Ende Juni bis zum Ende der Sommerferien gültig ist.» Diese enthält Gerichte für die heissen Tage. Anita Lusti weiss aus Erfahrung, dass die warme Küche bei höheren Temperaturen ebenso gefragt ist wie die kalten Speisen.

Das hat auch Joseph Senn festgestellt. «Am Mittag wird meist warm gegessen.» Dass im Wolfensberg die Speisekarte nicht entsprechend angepasst wird, hat allerdings nichts mit dem Essensverhalten der Gäste zu tun. «Unsere Karte ist während des ganzen Jahres sehr reichhaltig», so Senn. Das Bedürfnis der Gäste im Sommer und im Winter unterscheide sich nur minim. «Kaffee und Tee brauchen wir auch jetzt.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.