In der Bibliothek ist «Nichts drinnen – nichts draussen»

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Wil Im Rahmen der diesjährigen interreligiösen Dialog- und Aktionswoche (Ida) des Kantons St. Gallen findet in der Stadtbibliothek Wil vom 22. August bis 9. September die Ausstellung «Nichts ist drinnen – nichts ist draussen» statt. Sie lädt ein, sich mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Inte­gration verschiedener Bevölkerungsgruppen zu beschäftigen.

Im Kanton St. Gallen wird seit 2005 jedes zweite Jahr eine interreligiöse Dialog- und Aktionswoche durchgeführt. Auch 2017 setzen zahlreiche Veranstaltungen gemeinsame Zeichen für ein friedliches und tolerantes Mit­einander. Das Wiler Projekt wird von der Arbeitsgemeinschaft Ida Wil getragen, dem die evangelische Kirchgemeinde, die katholische Pfarr- und Kirchgemeinde, die islamische Gemeinschaft und die Fachstelle Integration angehören. Weitere Partnerinnen sind die Stadtbibliothek und die Kantonale Psychiatrische Klinik Wil. Die Wiler Ida-Veranstaltungen greifen die Fragen des sozialen Ein-, aber auch Ausschliessens auf. In jeder Gesellschaft bilden Menschen Gruppen. Einer Gruppe anzugehören, bringt Identität und Sicherheit mit sich, aber auch das Potenzial, andere auszuschliessen. Die Ausstellung und Begleitanlässe beleuchten verschiedene Facetten dieses Spannungsverhältnisses am Beispiel der Themen Migration, Armut und psychische Krankheit. Die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann sagt: «Erfolgreiche Integration ist eine Bereicherung.»

Als Auftakt werden in der Wiler Innenstadt vom 14. August bis 9. September vier von Patienten der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Wil gestaltete Türen aufgestellt. (sk)