Immer mehr «Leerstellen»

Am Samstag findet im Wiler Stadtsaal das 17. Lehrstellenforum statt. Jugendliche und deren Eltern können sich über die verschiedenen Berufe und Lehrstellen informieren, die Arbeitgeber bekommen eine Möglichkeit, sich vorzustellen.

Daria Baur
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Das Team hinter dem Lehrstellenforum (von links): Dario Sulzer, Jutta Röösli (Stadträte), Marcel Niederberger (Schulrat), Jolanda Schmucki, Claudia Baumann (Berufs- und Laufbahnberatung), Elisabeth Eberle (Vorstand Arbeitgebervereinigung), René Hofmann (Schulrat), Stefan Frick (Präsident Gewerbeverein Wil), Sarah Schlauri (Sekretariat Berufs- und Laufbahnberatung). (Bild: Daria Baur)

Das Team hinter dem Lehrstellenforum (von links): Dario Sulzer, Jutta Röösli (Stadträte), Marcel Niederberger (Schulrat), Jolanda Schmucki, Claudia Baumann (Berufs- und Laufbahnberatung), Elisabeth Eberle (Vorstand Arbeitgebervereinigung), René Hofmann (Schulrat), Stefan Frick (Präsident Gewerbeverein Wil), Sarah Schlauri (Sekretariat Berufs- und Laufbahnberatung). (Bild: Daria Baur)

WIL. Schon zum 17. Mal findet am Samstag, 20. Juni, das Lehrstellenforum statt. 49 Aussteller, so viele wie noch nie, werden sich und ihre Lehrstellenangebote präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Oberstufe können sich am Lehrstellenforum über 69 Berufe aus 20 Berufsfeldern informieren. Ihr Ziel ist es herauszufinden, welche Berufe es gibt und welche Betriebe in der Region die jeweiligen Lehrstellen anbieten. Ausserdem haben sie die Möglichkeit, sich mit den Arbeitgebern auszutauschen und über Schnupperlehren und Bewerbungen zu sprechen.

Von klein bis gross

Die Palette der Arbeitgeber ist riesig. Vom kleinen regionalen Sanitär bis zum internationalen Grossbetrieb sind alle mit dabei. In diesem Jahr hatte die Berufs- und Laufbahnberatung Wil, Organisator des Lehrstellenforums, keine Probleme, Aussteller zu finden. Aufgrund der sinkenden Anzahl Schülerinnen und Schüler, und somit Lehrstellensuchenden, gibt es immer mehr freie Lehrstellen. Für das Jahr 2016 bieten die ausstellenden Betriebe rund 550 Lehrstellen an. «Viele davon werden wohl aufgrund der geringen Anzahl Schüler nicht besetzt werden», äussert sich Jolanda Schmucki, Leiterin der Berufs- und Laufbahnberatung. Dies sei zwar eher negativ für die Betriebe, die Lehrstellen anbieten, jedoch wirke sich dieser Umstand positiv auf die Jugendarbeitslosigkeit aus. Ausserdem können die Jugendlichen später ihren Traumberuf erlernen und müssen sich nicht mit einer Alternative zufrieden geben. «Das Spektrum der freien Lehrstellen ist gross», so Schmucki weiter. «Es gibt sowohl in Handwerksbetrieben als auch im Dienstleistungssektor noch viele freie Lehrstellen für das Jahr 2015.» Für die Schülerinnen und Schüler ist dies ein enormer Vorteil im Vergleich zu früheren Jahren, als die Angebote noch knapp waren.

Informationen an die Eltern

Oft seien es nicht die Jugendlichen selbst, die sich intensiv über die Lehrstellen informieren möchten, sondern vor allem die Eltern, erklärt Schmucki. «Sie möchten wissen, was auf ihr Kind zukommt, wann es beginnen muss, nach Schnupperlehren zu suchen und wann die Bewerbung ansteht.» Um diese Fragen zu klären, bietet das Lehrstellenforum eine Informationsveranstaltung für die Eltern an. Um 9.30 Uhr wird ihnen ein Überblick über die Berufswahl verschaffen. Ausserdem werden am Samstag zwei Podien stattfinden, bei denen sich die Jugendlichen zusätzlich über die Berufe informieren können.

Das Lehrstellenforum findet am nächsten Samstag, 20. Juni, von 9 Uhr bis 12 Uhr im Stadtsaal Wil statt. Das Referat zu den technischen und handwerklichen Berufen wird um 10.15 Uhr, jenes zu den Dienstleistungs- sowie gesundheitlichen Berufen um 11 Uhr gehalten.