Im zweiten Anlauf: Singsaal ist doch noch umgebaut

OBERWANGEN. Vor zwei Jahren wollten die Fischinger Stimmbürger nichts wissen von der Sanierung des Oberwangener Singsaals. Dabei war der Bedarf schon damals ausgewiesen. Der über 30 Jahre alte Raum war marode, seine Lüftung produzierte mehr Lärm denn Klima.

Olaf Kühne
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OBERWANGEN. Vor zwei Jahren wollten die Fischinger Stimmbürger nichts wissen von der Sanierung des Oberwangener Singsaals. Dabei war der Bedarf schon damals ausgewiesen. Der über 30 Jahre alte Raum war marode, seine Lüftung produzierte mehr Lärm denn Klima. Doch die Schulbehörde, die den 890 000-Franken-Umbau im März 2013 beantragte, war zu diesem Zeitpunkt bereits mehrheitlich zurückgetreten. Entsprechend chancenlos war die Vorlage an der damaligen Schulgemeindeversammlung. Das Vertrauen in die Politiker schien nicht mehr vorhanden.

Projekt ein Jahr zurückgestellt

Bereits sassen damals die neugewählten, aber noch nicht amtierenden Behördenvertreter in der zweiten Reihe. Der heutige Schulpräsident Godi Siegfried stellte den Antrag, das Vorhaben ein Jahr zurückzustellen. Man wolle es erst prüfen, das Amt nicht gleich mit einer umstrittenen Baustelle antreten, argumentierte er. Die Stimmbürger folgten ihm – und bewilligten die Sanierung ein Jahr später problemlos.

Peter Büttiker, der damals ebenfalls neugewählte Vizeschulpräsident, amtete als Präsident der Baukommission. Er ist zufrieden mit dem Resultat der Arbeiten. «Wir sind sehr glücklich», sagt er. «Alles lief reibungslos, es gab keine Überraschungen. Auch das Budget konnten wir einhalten.» Das Resultat kann sich sehen lassen. Der Wängemer Architekt scheint das Optimum aus dem einst trostlosen Raum geholt zu haben.

Technik im Bühnenboden

Die neuen Durchgänge zum umgestalteten Foyer sind verglast, vorne erhebt sich eine kleine Bühne mit integrierter Musiktechnik, Vorhänge zieren die Wände. Alles wirkt frischer. Ob eines der Hauptanliegen, die Verbesserung der Akustik, erfüllt wurde, wird sich indes morgen abend zeigen. Die Schulbehörde lädt die Bevölkerung zu einer kleinen Einweihungsfeier ein. Mit musikalischen Darbietungen von Sekschülern und der Jugendmusik wird der Saal denn auch gleich stilgerecht seiner Bestimmung übergeben.