«Im Zentrum soll man Menschen spüren»

Nachgefragt

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Was hat den Stiftungsrat überhaupt zur öffentlichen Umfrage bewogen?

Fredy Willi: Wir möchten uns für den langfristigen Erhalt der «Alten Gerbi» einsetzen, aber nur dann, wenn Gewissheit besteht, dass auch die Bevölkerung hinter diesem Anliegen steht. Mit dem Fragebogen wollten wir den Oberuzwilerinnen und Oberuzwilern auf den Zahn fühlen.

Welches sind die Resultate der Umfrage?

Verteilt worden sind 355 Fragebögen. Alle Befragten möchten, dass das Gebäude langfristig bestehen bleibt. Zehn äusserten sich kritisch zur öffentlichen Begegnungszone, zwei zum Hinweis auf mögliche Emissionen.

Wurden konkrete Wünsche oder Anregungen platziert?

Die meisten unterstrichen die Wichtigkeit der «Alten Gerbi» fürs Dorf- und Kulturleben und viele ermunterten uns weiterzumachen; es soll gar mehr investiert werden. Für die einheimische Jugend soll mehr unternommen werden. Es gibt aber auch Stimmen, die mehr Kontrolle fordern und weniger Emissionen nach Mitternacht wollen.

Zwischen der «Alten Gerbi» und den Wohnhäusern soll eine öffentliche Begegnungszone entstehen. Wie kann man sich diese vorstellen?

Der Bereich ist ja laut Zonenplan als öffentliche Begegnungszone für Spiel, Aufenthalt und Langsamverkehr vorgesehen. Für uns heisst dies, dass dieses Gelände im Einklang mit der «Alten Gerbi» gestaltet und für kleinere kulturelle und gesellschaftliche Anlässe genutzt werden soll.

Keine Angst vor einer übermässigen Belastung der Anstösser durch Emissionen?

Emissionen sind nicht ganz zu verhindern. Die Stiftung bemüht sich aber, diese weiter einzuschränken. Jedoch soll man die Menschen in einem lebendigen Dorfzentrum auch spüren dürfen. Künftige Nachbarn sollen deshalb beim Kauf von Eigentum für die zentrale Lage sensibilisiert und auf mögliche Emissionen hingewiesen werden. Ein entsprechender Passus wäre im Grundbuch einzutragen. (ahi)