Im Schlussspurt zur Kampfwahl

Im letzten Moment sind zu den Gesamterneuerungswahlen vom 8. März in Wilen gleich zwei Kandidaten, Fiona Graf-Hürlimann und Kurt Rütti, für den Gemeinderat aufgetaucht.

Tatjana Joos
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Fiona Graf-Hürlimann Gemeinderatskandidatin der Gemeinde Wilen (Bild: pd)

Fiona Graf-Hürlimann Gemeinderatskandidatin der Gemeinde Wilen (Bild: pd)

WILEN. Am 8. März finden im Hinterthurgau die Gesamterneuerungswahlen der Räte statt. Anfang letzter Woche endete die Einreichefrist für Wahlvorschläge zur Aufnahme auf die offizielle Namenliste. In der Gemeinde Wilen war man bis zum letzten Moment auf der Suche nach einem Kandidaten, unter anderem auch per Flugblatt, welches zwei Wochen vor der Meldefrist im Dorf verteilt worden ist.

Nun hat man in Fiona Graf-Hürlimann (parteilos) und Kurt Rütti (parteilos) gleich zwei Gemeinderatskandidaten gefunden. Während Kurt Enderli (Gemeindeammann), Ursula Burtscher, Hansjörg Debrunner und Philipp Granwehr wieder antreten, muss für Alois Holenstein ein Ersatz gesucht werden. Der Inhaber des Ressort «Vereine, Sport, Kinder, Jugendliche, Familien und Freizeit» tritt nach zehn Jahren nicht mehr an.

Letztmöglicher Termin

«Ich habe mir von der Gemeinderätin Ursula Burtscher alles gut erklären lassen und bin schliesslich zu dem Schluss gekommen, dass das Gemeinderatsamt eine schöne Aufgabe ist», antwortet Fiona Graf-Hürlimann auf die Frage, warum sie sich zur Einreichung ihrer Gemeinderatskandidatur bis zum letztmöglichen Termin Zeit genommen hat. Für die 37jährige Mutter von zwei Kindern, welche ein Wirtschaftsstudium absolvierte und als Produktmanagerin bei Lindt und Sprüngli gearbeitet hat, handelt es sich um die erste Kandidatur für ein politisches Amt.

Der 53jährige Kurt Rütti, diplomierter Maschineningenieur ETH, Projektleiter im Kraftwerkbau und Vater von zwei Kindern, hat schon politische Erfahrungen sammeln können. Er ist seit acht Jahren Mitglied im Wilener Stimmbüro und war zuvor drei Jahre lang Teil der Rechnungsprüfungskommission der Primarschulgemeinde Wilen. Auf die Nachfrage zum Grund seiner späten Kandidatur-Einreichung antwortet er, er habe sich bereits vor Weihnachten beim Gemeindeammann gemeldet und ein mögliches Interesse signalisiert, sich dann aber noch etwas Bedenkzeit gelassen. «Schliesslich telefonierte ich mit dem Gemeindeschreiber, als das Flugblatt verteilt wurde», sagt Kurt Rütti.

Günstiger Zeitpunkt

Als Hauptgrund für ihre Kandidatur nennt Fiona Graf-Hürlimann die Chance etwas in der Gemeinde zu bewirken und für künftige Generationen den hohen Lebensstandard von Wilen, wo sie inzwischen seit gut drei Jahren lebt, zu erhalten. Auch der Zeitpunkt sei günstig. «Meine jüngere Tochter kommt jetzt bald in den Kindergarten, dadurch habe ich mehr Zeit und kann trotzdem für die Kinder da sein», sagt Fiona Graf-Hürlimann.

Auf die Frage zu seinen Kandidatur-Gründen antwortete Kurt Rütti, dass er sich für die Gemeinde interessiere und ihm die Dorfentwicklung am Herzen liege. Ausserdem sei das Gröttli-Quartier, in welchem er wohnt, nicht mehr im Gemeinderat vertreten, obschon es grosses Wachstum erfahren hat. «Treibende Kraft war aber meine Frau, die mich zur Kandidatur ermutigt hat», sagt Kurt Rütti.

Dass es zu einer Kampfwahl kommen wird, begrüssen beide Kandidaten, wobei Kurt Rütti anmerkte, dass es weniger zu einer Kampfwahl als viel mehr zu einer Wahl im eigentlichen Sinne des Wortes komme, so wie sich das der Gemeinderat und der Gemeindepräsident vorgestellt haben.

Vorstellung der Kandidaten

Eine öffentliche Vorstellung der Gemeinderats- und der Schulratskandidaten ist bereits für den Dienstag, 10. Februar, im Kirchen- und Gemeindezentrum geplant. Die Kandidaten werden dann auch für etwaige Fragen zur Verfügung stehen.

Kurt Rütti Gemeinderatskandidat der Gemeinde Wilen (Bild: pd)

Kurt Rütti Gemeinderatskandidat der Gemeinde Wilen (Bild: pd)