Im Schlussdrittel stark

EISHOCKEY. Der EHC Uzwil siegt zu Hause gegen den SC Weinfelden mit 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) und gewinnt damit auch das dritte Spiel im neuen Jahr. Er wird somit die untere Masterround aus der Pole-Position starten können.

Jan Brühwiler
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Die Uzwiler stiessen vor allem noch zu Beginn der Partie auf einen sehr defensiv eingestellten Gegner. (Bild: David Metzger)

Die Uzwiler stiessen vor allem noch zu Beginn der Partie auf einen sehr defensiv eingestellten Gegner. (Bild: David Metzger)

Uzwil wollte seine Ungeschlagenheit im neuen Jahr verlängern und so startete die Heimmannschaft auch ins Spiel. Weinfelden kam bei numerischer Gleichheit kaum aus dem eigenen Drittel heraus. Doch hinten standen die Thurgauer kompakt. Wegen der Tatsache, dass die Uzwiler, wenn sie sich in einer guten Abschlussposition befanden, zu ungeschickt agierten, sahen die 349 erschienen Zuschauer bis zur 19. Minute keine Tore. Dann war es Tanner, der das Warten während einer doppelten Überzahl des Tabellensiebten beendete und die Scheibe dem am Boden liegenden Goalie Marti unter dem Arm hindurch einschob.

Gefahr durch dumme Strafen

Die Überlegenheit der ersten zwanzig Minuten konnten die St. Galler jedoch nicht zuletzt wegen einiger dummer Strafen nicht mitnehmen, so sah das auch Coach Roger Bader: «Wir starteten sehr gut, aber nutzten im ersten Drittel unsere Chancen nicht. Im zweiten Abschnitt gaben wir Weinfelden durch einige unnötigen Strafen die Möglichkeit, zurückzukommen. Doch ein gutes Boxplay und der starke Goalie Gallmann bewahrten uns vor Schlimmem.» Die Gäste nutzten ihre Möglichkeit aus. In der 35. Minute konnte Trunz völlig alleine vor dem Tor den Puck am Torhüter vorbei ablenken.

Rückkehr im letzten Drittel

Doch Coach Bader schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Uzwil zeigte sehr gute letzte 20 Minuten. Homberger zeigte seine Klasse vor dem Tor einmal mehr, indem er den zu weit herausgekommenen gegnerischen Torwart einfach umspielte und einschob. Diesen Schwung nahmen die Untertoggenburger gleich mit und so traf Brasser in einer ganz ähnlichen Situation zum 3:1. Damit war die Partie entschieden, Hombergers 4:1 nach einem kapitalen Fehlpass war nur noch gut fürs Gemüt der nicht unbedingt verwöhnten Zuschauer. Weinfelden konnte den Uzwilern nichts mehr entgegensetzen. Am Samstag in Arosa beenden die Habichte die Regular Season und starten als Favorit in die Masterround, vor der die Punkte halbiert werden.

Uzwil - Weinfelden 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) Uzehalle - 349 Zuschauer - Sr. Albertin (Lebeda, Langer) Tore: 19. Tanner (Scherrer, Ausschluss Trunz und Nussbaum) 1:0, 35. Trunz (Tobler, Ausschluss Ammann) 1:1, 45. Homberger (Tanner, Brasser) 2:1, 52. Brasser 3:1, Homberger (Breitenmoser) 4:1. Strafen: 9-mal 2 plus 2-mal 10 Minuten gegen Uzwil, 8-mal 2 Minuten gegen Weinfelden EHC Uzwil: Gallmann; Steiner, Rüfenacht; Klopfer, Sturzenegger; Rüfenacht, Marzan; Frick, Lipp; Krüsi, Barts, Aerni; Stoob, Ammann, Scherrer; Homberger, Brasser, Tanner; Locher, Breitenmoser. SC Weinfelden: Marti; Schoob, Kradolfer; Wüthrich, Maier; Marugg, Moser; Nussbaum, Hurter; Tobler, Trunz, Schmid; Bahar, Märki, Vogler; Bucher, Krstic, Swart.