Im Regen Farbe angenommen

Zum zweiten Mal machten sich Hunderte Farbenlauf-Begeisterte auf den fünf Kilometer langen Rundkurs. Zwar mit nicht mehr so vielen Teilnehmer wie bei der Premiere im Vorjahr, dafür wiederum mit Läufern aus der ganzen Welt.

Christoph Heer
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ESCHLIKON. Intensivere Farben, selbstgemachte Startnummern und T-Shirts, eine Autoversteigerung, wobei die Einnahmen an Multiple-Sklerose-Betroffene gespendet wird, und noch einiges mehr, waren neu am diesjährigen zweiten Colorrun. Ganz anders waren auch die äusseren Bedingungen. Fand der Farbenlauf vor Jahresfrist an einem herrlichen Sommertag statt, so wurden am Sonntag die 400 Teilnehmer von Regentropfen eingedeckt. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, schon beim Aufwärmen streckten und reckten sich die meisten gen Himmel und tanzten zum Partysound, welcher aus den Boxen dröhnte.

Ein Pilotprojekt

Organisator Bruno Selebam rechnete mit weniger Teilnehmern als im Vorjahr. «Wir konkurrenzieren uns ja fast selber, da wir unseren Colorrun in den kommenden Wochen noch weitere vier Mal durchführen. So etwa in Gossau oder Kloten.» Trotzdem schien er zufrieden mit dem Aufmarsch der 400 Teilnehmer und betonte, dass er den Eschliker Colorrun als quasi Pilotprojekt sieht. «Wir haben noch viele Ideen, werden gewisse Sachen anpassen und scheuen uns nicht vor einer weiteren Durchführung hier, denn Eschlikon ist ideal als Versuchskaninchen. Und je nachdem, wie die Änderungen und Neuerungen bei den Teilnehmern hier ankommen, werden wir sie weiterverfolgen, ausbauen und intensivieren.» Entsprechend positiv blickt Selebam mit seinen 86 Helfern einer dritten Durchführung entgegen.

Die Welt zu Gast in Eschlikon

Am Sonntagmorgen versammelte sich eine bunt gemischte Schar aus Jung und Alt, einheimisch und auswärtig. Teilnehmer aus aller Welt haben sich im Vorfeld angemeldet: Kanadier, Mexikaner, Deutsche, Belgier, Argentinier und Tschechen. Aus Ungarn waren Agnes, Boti, Monika und Tamas mit dabei. Schon nach dem ersten Farbposten waren sie kaum auseinanderzuhalten. «Klar ist es schade, dass es regnet, aber eigentlich spielt es keine Rolle, so hält die Farbe viel besser», sagten die Gäste aus Ungarn.

Auch Einheimische machten sich auf den Rundkurs mit fünf Farbposten. Lilian Imhof (14, Eschlikon) und Sandra Kistler (14, Wallenwil), nahmen es gemütlich. «Von der Startnummerngestaltung bis hin zum Lauf selber, ein Riesenspass. Wir machen wieder mit im nächsten Jahr».