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Im Pferdestall bei Barmettler

Der mehrmalige Schweizer Meister im Einspänner-Fahren, Hans Barmettler aus Degersheim, überzeugte mit seinen beiden Haflinger Pferden an manchen Prüfungen und Turnieren.
Vivien Steiger
Hans Barmettler mit seinem Haflingerwallach Stany. (Bild: vs.)

Hans Barmettler mit seinem Haflingerwallach Stany. (Bild: vs.)

DEGERSHEIM. Der ursprünglich aus Nidwalden stammende, gelernte Hufschmied kam durch seinen Beruf in die Ostschweiz. Sehr schnell erkannte er seine Freude an den Pferden und kaufte sich einen Haflinger, mit dem er bald darauf zu züchten begann. Durch einen Freund, der ihn zum Fahren drängte, kam er auf die Sportart und gewann bei seiner ersten Vollprüfung in Bregenz die Goldmedaille.

Hans Barmettler ist ein langjähriges Mitglied des Fahrvereins Wil und Umgebung. Er muss einem Reit- oder Fahrverein angehören, damit er überhaupt an den Turnieren starten kann. Cornelia Dietschi, Präsidentin des Fahrvereins Wil und Umgebung, sagte: «Hans ist ein motiviertes Mitglied, und wir sind sehr stolz auf ihn, seine Pferde und seine Erfolge.»

Schwung und Harmonie

Sein Pferd Stany kaufte er als Fohlen an einer Haflingerschau. «Er hat sehr schöne Gänge, einen enormen Willen und ist eine richtige Kampfsau», erzählte Barmettler lachend und weiter: «Es macht ihm Spass an den Turnieren. Stany ist ein Ausnahmepferd, mit ihm habe ich schon viel gewonnen. Der 17jährige Wallach ist immer noch sehr fit, obwohl er schon grosse Leistungen vollbracht hat für sein Alter.» Dieses Jahr hat er das Pferd gewechselt. Anja, seine 10jährige selbst gezüchtete Stute, gewann Silber an der Schweizer Meisterschaft im Haflinger Einspänner. «Es ist ein grosser Unterschied. Sie ist viel Unerfahrener und ist sich weniger an die Turniere gewohnt, es ist aber trotzdem gut gelaufen», sagte er zufrieden.

Das Schwierigste an einer Vollprüfung ist laut Barmettler der Dressurteil. Dabei werden Schwung, Harmonie, Regelmässigkeit und Gehorsam des Pferdes sowie der Fahrstil und die Hilfegebung des Fahrers bewertet. «Wer die Dressur beherrscht, hat schon einiges erreicht. Daran arbeite ich am meisten», so Barmettler.

Zu einer Vollprüfung gehören nebst Dressur auch das Geländefahren (der Marathon) und das Hindernisfahren (Töggelen). Dabei sind Wendigkeit, Konzentration, Tempo und Präzision gefragt. «Beim Einspänner darf man für alle drei Disziplinen nur ein Pferd nehmen, beim Zwei- oder Vierspänner hat man hingegen die Möglichkeit, eines beziehungsweise zwei der Pferde zwischen den einzelnen Prüfungen auszutauschen .»

«Fahren ist ein Teamsport»

Die Aufgaben des Beifahrers (Groom) sind laut Barmettler für das Fahren auch sehr wichtig und nicht zu unterschätzen. Er muss die Zeit und den Weg überwachen und den Wagen ausbalancieren, damit er nicht kippt. Barmettler sagte dazu, fahren sei ein Teamsport. Deshalb habe man immer den gleichen Groom beim Training und an den Turnieren. «Wir alle drei, Fahrer, Groom und Pferd, sind ein eingespieltes Team.»

Auf die Frage, was das schönste für ihn an einem Turnier sei, antwortete er: «Wenn man die Schweizer Nationalhymne im Ausland hört.»

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