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Im lokalen Umfeld etwas bewegen: Die ehemalige Flawiler Lehrerin Sabina Gränicher setzt sich für die«Agenda 2030» ein

Sabina Gränicher arbeitet im ersten Zukunftslabor der Schweiz: dem Catalyst Lab.
Michael Hug
Sabina Gränicher vertritt den Kanton St.Gallen im Zukunftslabor, dem Catalyst Lab. (Bild: Michael Hug)

Sabina Gränicher vertritt den Kanton St.Gallen im Zukunftslabor, dem Catalyst Lab. (Bild: Michael Hug)

2015 verabschiedeten alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, United Nations Organization (UNO) die «Agenda 2030». Darin enthalten ist ein Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Um diese Ziele zu erreichen, reicht es nicht, dass die Politik allein sich darum kümmert und Regeln definiert. Der Bund setzt dabei auch auf aktive Beiträge von nicht staatlichen Akteuren.

Eine dieser nicht staatlichen Akteuren ist Sabina Gränicher von der Wirkstatt Auboden. Sie ist mit 17 weiteren Kandidaten für das Catalyst Lab, das Schweizer Zukunftslabor, ausgewählt worden und sagt: «Hinter diesen Zielen müssen wir alle stehen, wir alle die jetzt leben um denen, die uns folgen, ein mindestens gleich gutes Leben oder ein besseres zu gewährleisten.»

Ein Modell für nachhaltiges Leben

Gränicher engagiert sich in der von ihr und ihrer Partnerin Sandra Neff gegründeten Wirkstatt Auboden schon seit längerem für diese Ziele. Durch die Auseinandersetzung mit den Themen zur integralen Führung sei man auf die Organisation Collaboratio Helvetica aufmerksam geworden, erzählt Gränicher: «Nach einem umfangreichen Bewerbungsverfahren bin ich dann von Collaboratio Helvetica für das Zukunftslabor Catalyst Lab ausgewählt worden.» Das erste Zukunftslabor der Schweiz bringt Menschen aus allen Landesteilen zusammen, die sich in ihrem lokalen Umfeld in besonderem Mass für die Umsetzung der Agenda 2030 in der Schweiz einsetzen.

18 Schweizerinnen und Schweizer werden dort für diesen Einsatz ausgebildet. Gränichers persönliches Anliegen dabei: «Wie gelingt es uns gemeinsam, über den nötigen Wandel nicht nur zu sprechen, sondern ihn zu leben?» Das Seminar- und Erlebniszentrum Wirkstatt Auboden widmet sich seit der Gründung den Themen der Agenda 2030. Einiges kommt in der Ausbildung noch dazu, anderes könne man jetzt schon versuchen umzusetzen, erzählt die 54-jährige Gränicher: «Wir verstehen uns als Ort, an dem der Wandel gelebt wird. Ein Modell für nachhaltiges Leben. Das Aus- und Weiterbildungsangebot unseres Instituts für gelebten Wandel ist dabei ein wichtiger Multiplikator.»

Sabina Gränicher sind vorab Orte und Netzwerke wichtig und fragt sich: «Wie können wir inspirierende, nachhaltige Orte gestalten, die anregen, den kollektiven Wandel bewusst umzusetzen?» Zu den Netzwerken sagt sie: «Wir müssen Menschen, Macherinnen, Inspiratoren, miteinander verbinden. Das Catalyst Lab ist ein Instrument dafür, auch um ebensolche Menschen zu finden, sie kennen zu lernen, und gemeinsam an den Zielen arbeiten.»

Ein Wandel kann nicht von oben diktiert werden

«Als wohlhabendes Land haben wir aufgrund unseres überdurchschnittlichen Konsumverhaltens mit einem sehr hohen Ressourcenverbrauch zu kämpfen. Es geht dabei nicht nur um verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur», unterstreicht die ehemalige Flawiler Lehrerin. Gränicher hat ihre neunmonatige Ausbildung kürzlich begonnen. Im Zentrum der Ausbildung stehen für einmal nicht die Digitalisierung oder neuartige Business-Modelle, sondern soziale Innovationen. Nora Wilhelm, Mitgründerin von Collaboratio Helvetica, meint: «Wir sind überzeugt davon, dass ein gesellschaftlicher Wandel nicht von oben herab diktiert werden kann. Wir brauchen Menschen, die in ihrem lokalen Umfeld etwas bewegen wollen und den entsprechenden Einfluss haben.»

Dem gesellschaftlichen Wandel muss ein persönlicher, innerer Wandel vorangehen, sagt Sabina Gränicher: «Die Diskrepanz zwischen Umweltwissen und Umwelthandeln zeigt sehr gut, dass ein Wandel nur aufgrund von Empfehlung oder Steuerung von oben nicht stattfinden wird.» Im Zukunftslabor will sie einerseits ihre vielseitigen Erfahrungen und ihr Wissen einbringen und andererseits im Verbund mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Methodenkompetenz zur gemeinsamen Entwicklung neuer Lösungsansätze erweitern.

Collaboratio Helvetica definiert sich so: «Das Zukunftslabor ist ein tiefgreifender Lern- und Gestaltungsprozess, bei dem den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kompetenz und Instrumente erhalten, um im eigenen Umfeld die Veränderung von der Basis aus voranzutreiben. Nora Wilhelm hängt an: «Der Multiplikatoreneffekt des Zukunftslabors ist unser wichtigster Hebel.» Dazu Sabina Gränicher: «Ich freue mich ungemein auf die Arbeit als Catalyst – als Katalysator.»

Hinweis: www.collaboratiohelvetica.ch

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