Im Kantonsrat untervertreten

Als fünftgrösste Gemeinde im Kanton ist Uzwil in der Pfalz untervertreten. Einziger Kantonsrat ist der Henauer Bruno Cozzio (CVP), der nach dem Rücktritt des Wilers Armin Eugster, dessen Sitz «beerben» konnte.

Philipp Stutz
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Von den 18 Kantonsräten, die der Wahlkreis Wil stellt, entfallen alleine deren sieben auf Wil. Flawil ist mit drei Kantonsräten angemessen vertreten, ebenso wie Oberuzwil mit gleich vielen Mandatsträgern. Je ein Sitz entfallen auf Oberbüren, Degersheim, Niederhelfenschwil und Jonschwil.

Um Uzwils Untervertretung zu beheben, sind Geschlossenheit und Wahldisziplin nötig. Versuche, die Situation zu verbessern, sind in der Vergangenheit aber kläglich gescheitert. «Uzwiler wählen Uzwiler» lautete einst die Prämisse. Doch alle Bemühungen schlugen fehl. Die Bewohner des Ortes an der Uze foutierten sich um diese Aufforderung. Gründe für den Missstand sind in der Inaktivität der Ortsparteien zu suchen, die sich kaum bemühen, Kandidaten «aufzubauen». Wil hingegen bietet mit dem Stadtparlament potenziellen Anwärtern auf ein Kantonsratsmandat eine ausgezeichnete Plattform. Und dies, obwohl es mit der Effizienz dieses Parlaments keineswegs zum Besten bestellt ist. In Uzwil hingegen fehlt eine solche Organisationsform.

In der eher anonymen Gemeinde im untersten Zipfel des Toggenburgs mangelt es an Solidarität. Dabei wäre es wichtig, dass Uzwil – immerhin Standort des grössten privaten Arbeitgebers der Ostschweiz und Zen­trum einer Region mit über 20000 Einwohnern – auch im Kanton besser wahrgenommen würde. (stu)