Im Einsatz für den Nachwuchs

Im schweizweit durchgeführten CS-Cup, der jährlichen Schülermeisterschaft, nimmt der Kanton St. Gallen mit über 12 000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern eine führende Rolle ein.

Beat Lanzendorfer
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Markus Stark (Mitte), CS-Cup-Verantwortlicher Kanton St. Gallen, mit den Vertretern des Toggenburgs, von links: Pana Florias und Paul Güntensperger, beide Kirchberg, Markus Böni, Bazenheid, sowie Heinz Alder, Rorschach, Lehrer in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Markus Stark (Mitte), CS-Cup-Verantwortlicher Kanton St. Gallen, mit den Vertretern des Toggenburgs, von links: Pana Florias und Paul Güntensperger, beide Kirchberg, Markus Böni, Bazenheid, sowie Heinz Alder, Rorschach, Lehrer in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Wer erinnert sich nicht an seine eigene Jugend, als jeweils mit grosser Vorfreude der Schülermeisterschaft entgegengefiebert wurde. An dieser Freude hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. Die Besten werden noch immer ermittelt, und weil längst auch die Mädchen das heissgeliebte Hobby entdeckt haben, dürfen auch sie mittun. Unterstützt wird der Schulfussball vom Schweizerischen Fussball-Verband. Durch das Engagement der Credit Suisse können auch professionelle Strukturen zur Verfügung gestellt werden.

Finalturnier in Basel

Wer am 11. Juni in Basel beim Finalturnier an den Start geht, hat einen langen Weg hinter sich. Qualifiziert für den Höhepunkt ist nur, wer eine regionale Ausscheidung gewinnt und anschliessend beim kantonalen Finalturnier ebenso erfolgreich ist. Jährlich gehen über 6000 Mannschaften an der Start, was in etwa 150 000 Schülerinnen und Schülern entspricht. Wie beliebt der sportliche Wettstreit in der Ostschweiz ist, widerspiegelt die Teilnehmerzahl. Allein 12 000 Mittel- und Oberstufenschüler sind aus dem Kanton St. Gallen dabei. Die meisten regionalen Ausscheidungen des Kantons starteten schon im letzten Herbst und müssen spätestens Ende April beendet sein, denn die Oberstufe bittet am 14. Mai zum Finalturnier nach St. Gallen. Für die Mittelstufe gilt es eine Woche später in Diepoldsau ernst, wenn im Rheintal die Teilnehmer für Basel gekürt werden.

Gut eingespieltes Team

Der Kanton St. Gallen ist in zehn CS-Cup-Regionen unterteilt (Rorschach, St. Gallen Stadt/Land, Gossau, Wil und Umgebung, Toggenburg, See Gaster, Sarganserland, Werdenberg und Rheintal). Die Gesamtverantwortung trägt Markus Stark aus Diepoldsau, der am Samstag zum Workshop in den Säntispark lud. Ein solcher Erfahrungsaustausch findet alle zwei bis drei Jahre statt, dient dem Kennenlernen aller Verantwortlichen der Regionen, soll aber auch Neuen den Einstieg erleichtern. Im Weiteren wurden mögliche Spielplan-Varianten diskutiert.

Freude und Begeisterung

Eines der Themen war auch die Gewaltprävention und wie im konkreten Fall mit Ausschreitungen umzugehen ist. Am Ende eines informativen Nachmittags war klar: Ohne das freiwillige Engagement unzähliger Helfer wäre ein CS-Cup in dieser Form kaum möglich. Ob Lehrkräfte oder Vereinsverantwortliche, sie nehmen in ihrer Freizeit viel Arbeit auf sich, um dem Nachwuchs das seit Jahrzehnten beliebte Turnier zu ermöglichen. Der Dank ist nicht materieller Natur, vielmehr sind es Freude und Begeisterung der Schülerinnen und Schüler, welche die Verantwortlichen zum Weitermachen motivieren. Als kleine Wertschätzung für Geleistetes besuchten die Teilnehmer des Workshops am Abend gemeinsam die Super-League-Begegnung St. Gallen – Young Boys, die «nur» unentschieden endete.