Im Asylbereich nach regionalen Lösungen suchen

Sechs Gemeinden der Region Wil wollen bei der Suche nach Unterkünften für Asylbewerber regional vorgehen.

Philipp Stutz
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REGION. Uzwil, Oberuzwil, Niederhelfenschwil, Zuzwil, Jonschwil und Wil haben im Grundsatz beschlossen, bei der Suche nach Unterkünften für Asylsuchende nach regionalen Lösungen zu suchen. Dies bestätigt Stefan Frei, Gemeindepräsident von Jonschwil, auf Anfrage der Wiler Zeitung. «Es ist ein heikles Thema, doch wir haben Vollzugsaufgaben zu lösen», sagt Frei. Gemeinden, denen Asylsuchende zugeteilt werden, bekunden oft Mühe, geeignete Unterkünfte bereitzustellen. Nun soll ein solidarisches System entwickelt werden. Mit einer regionalen Lösung erhoffen sich die Gemeindepräsidenten eine Entschärfung der Situation. Rund sieben Prozent der in die Schweiz kommenden Asylsuchenden werden dem Kanton St. Gallen zugewiesen und nach einem Verteilschlüssel – massgebend ist die Einwohnerzahl – auf die Gemeinden verteilt. «Leider hat's der Bund nicht fertiggebracht, die Verfahren zu beschleunigen oder geeignete Armeeunterkünfte bereitzustellen», kritisiert Frei. Man wehre sich denn auch gegen Kostenverlagerungen vom Bund auf die Gemeinden. Das Ganze habe aber nichts mit Zuzwil zu tun, wo vorübergehend 50 Asylbewerber einquartiert worden sind.

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