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IG Kultur will greifbarer werden

Die IG Kultur will nach vier frustrierenden Jahren neu durchstarten und gezielt für die Erreichung ihrer Ziele Verbündete suchen – zum Beispiel in der Legislative der Stadt Wil.
Christof Lampart
Jürgen Knopp (links) und Sebastian Koller führten als Ad-interim-Vorstandsmitglieder durch die Diskussion. (Bild: Christof Lampart)

Jürgen Knopp (links) und Sebastian Koller führten als Ad-interim-Vorstandsmitglieder durch die Diskussion. (Bild: Christof Lampart)

Weil im Frühling 2018 der IG Kultur-Vorstand nach jahrelanger Arbeit zermürbt einsehen musste, dass er keines seiner Ziele («Haus der Kultur» im «Turm», Anschaffung einer modularen Zuschauertribüne für den Stadtsaal und andere Orte sowie die Überarbeitung des Benutzungsreglements für die städtischen Schul- und Sportanlagen) im Dialog mit der städtischen Verwaltung und Exekutive realisieren konnte, trat er zurück. Die Vereinsmitglieder lehnten jedoch eine beantragte Vereinsauflösung ab.

Übers Parlament Einfluss ausüben

Ein sich aus Sebastian Koller, Adrian Zeller, Jürgen Knopp und Claudia Wandernoth zusammensetzender Vorstand ad interim konstituierte sich darauf hin.

Die Spatzen pfeifen es nach dem samstäglichen Informationsforum, zum dem die IG Kultur ihre Mitglieder ins «El Pincho» eingeladen hatte, von den Dächern: Die IGK wird auch im Jahr 2019 weiter machen. Sebastian Koller betonte vor 14 Personen, dass es nun gelte, «vorwärts zu schauen und ein neues Kapitel aufzuschlagen, um eine Neupositionierung zu erreichen».

Die Mitglieder waren damit einverstanden, dass die Stossrichtung nun anders werden soll: Nachdem das Verhandeln mit der Stadtbehörde auf politischer Ebene für die IGK nichts Zählbares erbracht habe, wolle man nun vermehrt über das Stadtparlament Einfluss auf kulturpolitisch wichtige Geschäfte nehmen. Diverse Stadtparlamentarier hätten schon zugesagt, dass sie in einer Kulturgruppe mit dabei wären. Ziel müsse es sein, dass die IGK den geschlossenen Support der Wiler Kulturvereine habe. Kurzfristig gelte es im Jahr 2019 Projekte anzupacken, mit denen man Kulturschaffende und Dritte für die Idee der IG Kultur gewinnen könne und tragfähige Allianzen schmieden könne.

Workshops als Hilfe zur Selbsthilfe

Als niederschwelliges Angebot seien Workshops für Kulturschaffende in Sponsoring und Medienarbeit – ganz nach dem Motto «Hilfe zur Selbsthilfe» – angedacht. Mittelfristig gelte es, in Wil ein kulturfreundliches Klima zu schaffen. Die Stadtregierung soll Kultur nicht als Kostenfaktor, sondern als genauso unverzichtbarer Standortfaktor begreifen, wie Schulen und Schwimmbäder. Denn nur eine Stadt mit einem vielfältigen Kulturleben, ein Ort, an dem Menschen jeglichen Alters gerne lebten.

In diesem Zusammenhang wurde auch der «Turm» bzw. das Haus der Kulturen genannt. Es sollte ein Versuch gemacht werden, Wil dazu zu bringen, den leerstehenden «Turm» gratis der IG Kultur zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug werde die IGK anstreben, mit der Hilfe diverser Privater die laufende Finanzierung sicherzustellen und zudem ein Nutzungskonzept zu entwickeln. «Wenn das ‹Haus der Kultur› einmal steht, dann wird es schon genutzt werden und der Stadt eine tolle kulturelle Rendite bringen», so Walter Engelhard.

Gezielt bei Stiftungen nachfragen

Nichtsdestotrotz waren auch die Finanzen ein Thema. Stefan Kölliker schlug vor, die IGK zuerst auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen, bevor man der Stadt Wil gegenüber mit weiteren Forderungen käme. Generell gelte, dass der Kanton St. Gallen sich gerne finanziell an städtischen Vorhaben beteilige – wenn die Stadt in Vorleistung gehe. Wenn die Stadt jedoch nicht gewillt sei, Steuergelder für Kulturvorhaben locker zu machen, dann wäre es hilfreich, wenn die IGK-Kasse zumindest so prall gefüllt sei, dass man die Bereitschaft zu einer finanziellen Beteiligung signalisieren könne. Es gebe genügend Möglichkeiten wie Banken, Versicherungen und Stiftungen, die man für die Finanzierung konkreter Projekte angehen könne.

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