Stadtkultur
IG Kultur Wil will Ende März Nutzungsideen für die Liegenschaft «Turm» präsentieren

Infolge der Corona-Pandemie steht das kulturelle Leben seit geraumer Zeit weitgehend still. Derweil nimmt das Raum- und Betriebskonzept für den «Turm» nimmt Formen an und die IG Kultur Wil verfügt neu über eine Vertretung in der städtischen Kulturkommission.

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Die Beteiligten sehen in der öffentlichen Nutzung des «Turms» eine Chance für die gesellschaftliche, kulturelle und räumliche Entwicklung der Stadt.

Die Beteiligten sehen in der öffentlichen Nutzung des «Turms» eine Chance für die gesellschaftliche, kulturelle und räumliche Entwicklung der Stadt.

Bilder: PD

(pd/red) Als lokale Dachorganisation der Kulturvereine, Kulturschaffenden und Kulturinteressierten setzt sich die IG Kultur Wil seit ihrer Gründung für eine öffentliche Nutzung der Liegenschaft «Turm» ein. Im März 2020 hat das Stadtparlament eine von der IG initiierte Motion gutgeheissen. Damit wurde der Stadtrat beauftragt, im leerstehenden Gebäudekomplex an der Tonhallestrasse ein Begegnungs-, Kultur- und Musikschulzentrum mit ergänzenden Nutzungen zu planen.

Ergebnisse bis Ende März

Für die Erarbeitung des Raum- und Betriebskonzepts führte die Stadt Wil im zweiten Halbjahr 2020 mit Unterstützung spezialisierter Planungsbüros ein partizipatives Verfahren durch. An drei Workshops diskutierten rund 28 Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Quartier, Politik und Gewerbe, welche Nutzungen im «Turm» Platz finden sollen. Das Ergebnis der Workshop-Serie wird nun in einem Bericht zusammengefasst, welcher bis Ende März 2021 vorliegen soll. Der Stadtrat wird anschliessend einen Vorschlag für das weitere Vorgehen präsentieren und einen Antrag zuhanden des Stadtparlaments verabschieden.

Chance für die Entwicklung der Stadt

Die IG Kultur Wil zieht eine positive Zwischenbilanz des bisherigen Planungsprozesses. «Es herrscht Aufbruchsstimmung», berichten Erwin Böhi und Sebastian Koller, die als Vertreter der IG an den Workshops teilgenommen haben. Alle Beteiligten seien sich einig, dass eine öffentliche Nutzung des «Turms» eine Chance für die gesellschaftliche, kulturelle und räumliche Entwicklung der Stadt darstelle.

Der Stadtrat hat Adrian Zeller als Vertreter der IG in die Kulturkommission gewählt

Der Stadtrat hat Adrian Zeller als Vertreter der IG in die Kulturkommission gewählt

Die Arbeitsgruppe Kulturpolitik, welche die Motion «Turm» ausgearbeitet hatte und in der alle Fraktionen des Stadtparlaments vertreten sind, wird ihre Tätigkeit in der neuen Legislatur fortsetzen. Für die IG Kultur Wil stellt die Arbeitsgruppe eine wichtige Plattform dar, um Anliegen der Kulturvereine und Kulturschaffenden in die Legislative einzubringen. Sie soll nicht nur die Umsetzung der Motion «Turm» verfolgen, sondern sich auch mit der Sanierung des «Gare de Lion» und dem Projekt «Hofbezirk» befassen.

Austausch und Zusammenarbeit

Seit Januar 2021 verfügt die IG Kultur Wil über eine weitere direkte Verbindung zu den Behörden: Der Stadtrat hat Adrian Zeller als Vertreter der IG in die städtische Kulturkommission gewählt. Zeller ist freier Journalist und unterstützt den Vorstand der IG seit 2018 im Bereich Medien und Kommunikation. Die Vertretung in der Kulturkommission ermögliche der IG einen institutionalisierten Austausch und eine enge Zusammenarbeit mit der Fachstelle Kultur und dem Stadtrat.