«Ich habe eine offene Haltung und ein offenes Ohr und will das vermitteln», verspricht der neue Uzwiler Seelsorger Paul Hoch

Das Uzwiler Pastoralteam ist wieder komplett: Paul Hoch kommt als Seelsorger in die katholische Kirche Uzwil und Umgebung, Claudia Rupf als Religionspädagogin.

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Der Theologe Paul Hoch stösst Anfang August als Seelsorger zur katholischen Kirche Uzwil und Umgebung.

Der Theologe Paul Hoch stösst Anfang August als Seelsorger zur katholischen Kirche Uzwil und Umgebung.

Bild: PD

(pd) Am 8. August werden im 18-Uhr-Gottesdienst in Oberuzwil zwei neue Mitarbeitende in der katholischen Kirche Uzwil und Umgebung und im Pastoralteam begrüsst. Ihre Arbeit nehmen sie anfangs August auf. Der Theologe Paul Hoch war zuletzt Seelsorger und Pfarreibeauftragter in Widnau und übernimmt die Pfarreibeauftragung in Oberuzwil. Claudia Rupf absolvierte während ihrer Ausbildung zur Religionspädagogin das Praktikum in der Seelsorgeeinheit Uzwil und Umgebung und wird nach dem Abschluss in einem 60-Prozent-Pensum angestellt. Ihr Schwerpunkt ist die Katechese in Oberuzwil und Bichwil.

Neue Aufgabenverteilung nach Vakanz

Ein Jahr lange dauerte die personelle Vakanz, nachdem Priska und Toni Ziegler die katholische Kirche Uzwil verlassen hatten. Sie waren als Seelsorgerin und Seelsorger schwerpunktmässig in Oberuzwil-Bichwil tätig gewesen. Die Nachfolgeregelung gestaltete sich schwierig. «Jetzt sind wir überzeugt, eine gute Lösung gefunden zu haben», sagt Teamkoordinatorin und bisherige Pfarreibeauftragte Oberuzwil-Bichwil. Verschiedene Lösungen hätten zur Überbrückung gefunden werden müssen, auch, weil zusätzlich zwei Katechetinnen demissioniert hatten. Ehemalige Mitarbeitende und auswärtige Religionspädagogen seien glücklicherweise eingesprungen.

Die Aufgaben werden ab August neu verteilt. Ingrid Krucker hat unterdessen zusätzlich einen Auftrag beim Regensamt übernommen und bleibt Pfarreibeauftragte in Bichwil. Zudem behält sie das Ressort Familie und Erwachsenenbildung und bleibt Koordinatorin des Pastoralteams. Sie hat eine 60-Prozent-Anstellung. Paul Hoch wird Pfarreibeauftragter für Oberuzwil. Seine Schwerpunkte sind die Firmung ab 18, das Ressort Jugend Bichwil und Oberuzwil und Religionsunterricht. Er hat eine 100-Prozent-Anstellung.

Kirche soll Menschen Heimat sein

Paul Hoch ist anfangs 40, mit einer Finnin verheiratet und Vater von 13-jährigen Zwillingen. Er wuchs in Feldkirch auf, studierte Theologie sowie Psychologie und Philosophie im Nebenfach, grösstenteils in Innsbruck. Erfahrungen sammelte er als Jugendseelsorger im Aargau und in der Stadt Zürich. Zuletzt wirkte er als Seelsorger und Pfarreibeauftragter in Widnau. Er verspricht:

«Ich habe eine offene Haltung, ein offenes Ohr und will das vermitteln,
was psychisch und spirituell gut tut.
Was dies genau ist, will ich
mit den Menschen herausfinden.»

Die Kirche an Ort solle offene Türen haben und da sein für die Menschen. «Sie sind eingeladen, die Angebote anzunehmen. Kirche soll für viele Menschen Heimat sein», meint der neue Seelsorger.

Zur Kirche stehen und kritisch bleiben

Claudia Rupf und ihr Sozialhund Xero sind schon vielen in der Gemeinde bekannt. Die Religionspädagogin hat eine starke Sehschwäche und bittet die Menschen um Nachsicht, wenn sie etwas länger braucht, sie zu erkennen.

Claudia Rupf und ihr Sozialhund Xero sind schon vielen in der Gemeinde bekannt. Die Religionspädagogin hat eine starke Sehschwäche und bittet die Menschen um Nachsicht, wenn sie etwas länger braucht, sie zu erkennen.

Bild: PD

Claudia Rupf ist am Flumserberg aufgewachsen, absolvierte eine kaufmännische Lehre, arbeitete in einem Hotel, liess sich in medizinischer Massage ausbilden, führte ihre eigene Praxis und kam per Zufall zur vierjährigen Ausbildung als Religionspädagogin. Sie sagt in ihrer direkten Art:

«Der Glaube hat mich von Kindheit an begleitet und gestützt, aber ob ich auch mit der Kirche zurechtkommen würde, wusste ich noch nicht.»

Für sie persönlich sei die Ausbildung wertvoll gewesen. «Ich habe gelernt, die Strukturen zu verstehen, kann zur Kirche stehen und bleibe weiterhin kritisch.» Den Kindern will sie im Unterricht mitgeben, dass der Glaube eine Stütze im selbstbestimmten Leben sein kann. Sie will ihn in erster Linie überzeugt vorleben, authentisch sein, direkt und offen:

«Ich stelle mich gerne
verschiedenen Meinungen
und diskutiere mit den Menschen.»

Zwei Jahre lang absolvierte sie ein 50-Prozent-Praktikum in der katholischen Kirche Uzwil und Umgebung und besuchte an zwei Tagen das Religionspädagogische Institut in Luzern. Bekannt ist sie unterdessen auch, weil sie stets mit ihrem Sozialhund Xero unterwegs ist. Sie hat eine starke Sehschwäche und bittet deshalb die Menschen um Nachsicht, wenn sie länger braucht, um sie zu erkennen.