Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Ich habe ein gutes Leben gehabt»

Die Gemeinde Uzwil hat die Jubilarinnen und Jubilare mit einer kleinen Feier im Kafi Marienfried geehrt.
Kathrin Meier-Gross
Glückwünsche von Gemeindepräsident Lucas Keel: Emil Kliebens freut sich.Bild: Mathrin Meier-Gross

Glückwünsche von Gemeindepräsident Lucas Keel: Emil Kliebens freut sich.Bild: Mathrin Meier-Gross

Neunzig, fünfundneunzig, hundert oder älter – eine Generation, die in politischer, gesellschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Hinsicht einen immensen Wandel erlebt hat. Gemeindepräsident Lucas Keel drückte in seiner Gratulationsansprache an die Jubilarinnen und Jubilare Dank dafür aus, dass sie massgeblich beim Aufbau der Gesellschaft mitgewirkt hätten.

Zehn Jahre durchgehend gearbeitet

Mit einigen nicht zertifizierten, dafür umso launigeren Statistikangaben zählte er auf, was sich in einem 100-jährigen Leben abgespielt haben könnte: Unter anderem 29 Jahre geschlafen, 14 Jahre TV geguckt, 2 Wochen gebetet und 10 Jahre durchgehend gearbeitet. 1966, als Hans Bischofberger 49 Jahre alt war, hatte Zürich das Frauenstimmrecht abgelehnt, der Vietnamkrieg war ausgebrochen und im Rhein ein Belugawal gesichtet worden. Es gäbe noch viel aufzuzählen, was sich in den vergangenen Jahrzehnten auf der Weltbühne abgespielt hat.

«Miteinander reden, Erinnerungen austauschen, dazu ist dieser Anlass da», schloss Keel. Im Gespräch bei Kaffee und Kuchen durfte an persönlichen Lebensgeschichten teilgenommen werden. «Ich habe ein gutes Leben gehabt», betonte Emil Kliebens. Von der Lehre bis zur Pensionierung hatte er bei der Firma Bühler gearbeitet, davon viele Jahre auf dem amerikanischen Kontinent. Jetzt geniesst der vitale 90-Jährige mit seiner Gattin die Wohnlage auf dem Vogelsberg und unternimmt täglich Spaziergänge. Nicht mehr mit dem eigenen Auto, wie Emil Kliebens, dafür mit dem Elektromobil ist Alice Liechti aus Algetshausen unterwegs. «Sie löst häufig Kreuzworträtsel und ist geistig topfit», betonte ihr Schwiegersohn Toni Spitzli. Tochter Heidi fügte an, dass ihre Mutter immer zufrieden sei und regelmässig den Gottesdienst besuche.

Als ehemalige Bäuerin in Gabris hat auch Rosafina Haag viel und streng gearbeitet. Noch jetzt, mit 90, legt sie ihre Hände nicht in den Schoss. Sie stickt gerne. «Hier wird einem gut geschaut», sagte die Seniorin über ihr Daheim im Marienfried.

Umrahmt wurde die Feier von den Aspiranten der Jugendmusik Uzwil. Deren Leiterin Nicole Stobrawe hatte mit humorvollen Worten die Kinder und deren Instrumente vorgestellt. Hans Bischofberger, der ehemalige Lehrer, Musiker und älteste Uzwiler, verfolgte die musikalischen Vorträge aufmerksam in vorderster Reihe.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.