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«Ich habe den Verein vermisst»: Mit Marcel Strübi kehrt ein alter Bekannter als Präsident zum Behinderten-Sportverein Uzwil und Umgebung zurück

Der Behinderten-Sportverein (BSV) Uzwil und Umgebung hat einen Präsidenten gesucht – und ihn in Marcel Strübi gefunden. Der 45-jährige Henauer steht neu dem Verein vor, ist aber ein alter Bekannter.
Zita Meienhofer

Ein Jahr hatte der Vorstand des Behinderten-Sportvereins (BSV) Uzwil und Umgebung Zeit. Roland Erni, Präsident des BSV, gab seinen Vorstandskollegen an der Hauptversammlung im Vorjahr diese Zeitspanne, um seinen Nachfolger zu finden. Diese liess der Vorstand nicht ungenutzt und erledigte seine Aufgabe. Die Suche sei nicht ganz einfach gewesen, sagt Vizepräsident Sandro Meier, aber sie habe sich gelohnt.

Mit Marcel Strübi wurde ein Mann gefunden, der sich für das Amt des Präsidenten begeistern kann und den Verein seit bald 20 Jahren kennt. Damals unterstützte er seine Schwester, die eine Turngruppe leitete. Als sie ihren Wohnort wechselte und die Leitung abgeben musste, übernahm er. In den folgenden Jahren war er zudem im Vorstand tätig. Wegen beruflichen Veränderungen trat er 2015 aus zeitlichen Gründen aus dem Vorstand zurück und aus dem Verein aus.

Den Kontakt aufrecht gehalten

Jetzt ist Marcel Strübi wieder zurück. Der 45-Jährige wohnt mit seiner Frau und seiner elfjährigen Tochter in Henau. Er ist gelernter Polymechaniker und zurzeit als Einkäufer in einem Unternehmen zur Veredelung von Aluminiumfolie tätig. Der begeisterte Sportler spielte Fussball, fährt gerne Velo und schätzt es, seine Freizeit mit seiner Familie zu verbringen oder in Haus und Garten tätig zu sein. «Ja, ich habe die Leute vom BSV vermisst», sagt er. Den Kontakt hielt er aufrecht und ging auch an Turniere.

Als Roland Erni vor einem Jahr seinen Rücktritt bekannt gemacht hatte, meldeten sich die Vorstandsmitglieder bei Marcel Strübi. Seine Zusage hat er sich zwar gut überlegt, er weiss aber auch, dass er ein eingespieltes Team vorfinden wird. «Der Vorstand ist gut aufgestellt, es sind Personen, die schon seit Längerem mitarbeiten», erklärt er seine Motivation.

Umstellung wird ihn dieses Jahr fordern

Er kennt den Verein, weiss etwa, was auf ihn zukommt. Zu tun geben wird in seinem ersten Amtsjahr vor allem die Tatsache, dass die Abrechnungen für das Bundesamt für Sozialversicherung neu digital erfasst werden müssen. Musste bislang jede einzelne Sportstunde auf ein Blatt notiert werden, passiert dies künftig digital. Dafür wurde einer App erstellt, die Leitenden und Helfenden müssen nun instruiert werden. Die Umstellung werde Zeit beanspruchen, so Strübi. Diese administrative Aufgabe wird deshalb auch den Schwerpunkt bilden im kommenden Jahr. Weitere Veränderungen müsse er nicht vornehmen, erklärt Strübi, Roland Erni habe den Verein sehr gut geführt. Jetzt gelte es, so weiterzumachen wie bisher.

Neue Sportarten anbieten und sich besser kennen

Gewichtige Projekte stehen für den Behinderten-Sportverein Uzwil und Umgebung in den nächsten Jahren nicht an, Marcel Strübi hat jedoch Ideen, die Anpassungen mit sich bringen könnten. Da zu wenig Kinder und Jugendliche der HPS Flawil die Sportstunden besuchen, wird der Verein künftig in Flawil kein Training mehr anbieten. Strübi möchte die Schülerinnen und Schüler der HPS Flawil für Sportstunden gewinnen. Wenn nötig wird das Sportangebot überdacht und allenfalls erweitert oder modernisiert. «Ich kann mir vorstellen, dass wir künftig auch Tanzen, Klettern oder Yoga anbieten werden», sagt er.

Was er ebenfalls anstreben möchte, ist die vermehrte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sportgruppen. Der BSV führt Schwimm- und Turngruppen, die Leitenden kennen sich jedoch nicht oder nicht gut. Auch die Vorstandsmitglieder will er in den Sportbetrieb integrieren. Die Leitenden und Helfenden sollen uns kennen.»

Freude auf das Amt und auf Eidgenössische Turnfest

Marcel Stübi freut sich auf sein neues Amt, vor allem auf die
Zusammenarbeit mit dem Vorstand und mit Kollegen, die er von früheren Tätigkeit im Verein kennt. Er weiss aber auch, dass dieses Amt ihn fordern wird.

Gespannt ist er hingegen auf das Abschneiden jener Gruppe, die am Eidgenössischen Turnfest in Aarau teilnehmen wird. Er ist überzeugt, dass das ein Höhepunkt im Vereinsjahr werden wird, ein Anlass, der die Turnenden mit und ohne Behinderung gegenseitig näherbringt.

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