«Ich fühlte mich hier von Anfang an willkommen»: Neuer Pfarrer für Zuzwil und Züberwangen ins Amt eingesetzt

Der Steyler Missionar Pater Didier Mungilingi wurde am Samstagabend im Rahmen eines Gottesdienstes in Zuzwil feierlich zum neuen Pfarradministrator-Pfarrer der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland und Pfarreibeauftragter von Zuzwil und Züberwangen ernannt.

Christof Lampart
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Dekan Andy Givel (links) überreicht Didier Munglingi die bischöfliche Ernennungsurkunde zum neuen Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland.

Dekan Andy Givel (links) überreicht Didier Munglingi die bischöfliche Ernennungsurkunde zum neuen Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland.

Bild: Christof Lampart

Der Einsetzungsgottesdienst fand in der zwar gut besetzten, aber in Coronazeiten bei weitem nicht vollen katholischen Kirche St.Josef statt. Feierlich umrahmt wurde der Gottesdienst durch die Aufführung von Joseph Haydns «Missa brevis in F». Diese wurde von einem Instrumental- ensemble unter der musikalischen Leitung von Karl Paller, dem Organisten Franz Koller und den Gesangssolistinnen und -solisten Gabriela Ceriani, Andrea Bachmann (beide Sopran), Erica Brändle (Alt), Silvan Isenring (Tenor) und Marco Ceriani (Bass) aufgeführt. Nach dem Gottesdienst waren alle noch zu einem Apéro vor der Kirche eingeladen.

Weg der Reformen weitergehen

Der in der Demokratischen Republik Kongo geborene Didier Mungilingi erhielt von Dekan Andy Givel das Ernennungsschreiben von Bischof Markus Büchel mit den besten Segenswünschen überreicht. Givel, welcher auch die Predigt hielt, wünschte sich vom neuen Pfarrer, dass dieser auf dem Weg der kirchlichen Reformen weitergehen möge.

Didier Mungilingi Pfarrer Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland.

Didier Mungilingi Pfarrer Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland.

Bild: Christof Lampart

Die katholische Kirche befände sich, so Givel, aktuell nicht nur in einer handfesten öffentlichen Vertrauenskrise, sondern müsse sich mit Weisungen aus dem Vatikan auseinandersetzen, welche von den Pfarreien eine «pastorale Umkehr» forderten. Für Givel ist diese Forderung jedoch nicht gerechtfertigt, denn: «Im Bistum St.Gallen befinden wir uns durch die Pfarreiadministrationen schon auf dem Weg – sowohl inhaltlich wie auch organisatorisch.» Eine Umkehr sei nur dann nötig, wenn man einen falschen Weg eingeschlagen oder etwas vergessen habe; beides sei jedoch im Bistum St.Gallen nicht der Fall, so Givel.

Der Gossauer Pfarradminstrator Andy Givel.

Der Gossauer Pfarradminstrator Andy Givel.

Bild: Lisa Jenny

Coronavirus fordert und überfordert

Anstatt sich in klerikale (Macht-)Kämpfe zu verstricken, täte die katholische Kirche gut daran, sich auf die Bewältigung der durch das Coronavirus weltweit geschürten Ängste und Nöte der Menschen zu konzentrieren:

«Wir leben seit Monaten in einem Zustand, den wir vorher alle nicht kannten – und der uns Menschen nicht nur fordert, sondern auch überfordert.»

Gebet für eine gelingende Zusammenarbeit

Keineswegs überfordert scheint hingegen Didier Mungilingi mit seiner jetzigen Situation zu sein. Ganz im Gegenteil. Der sehr gut Hochdeutsch Sprechende erklärte, dass ihm der Start in der Seelsorgeeinheit Mittleres (SEMF) Fürstenland sehr leicht gefallen sei:

«Ich fühlte mich hier von Anfang an willkommen und freue mich sehr auf die neue Herausforderung und bitte Sie alle ums gemeinsame Gebet – damit unsere Zusammenarbeit gelingen möge.»

Auch der Präsident des SEMF Michael Okle zeigte sich überzeugt, dass Mungilingis herzliche Art viel dazu beitragen wird, dass Pfarrer und Gläubige rasch Gefallen aneinander finden werden. An die Adresse Mungilingis sagte er:

«Wir sind überzeugt, dass du hier eine neue Heimat finden wirst. Wir wünschen dir alles Gute, viel Erfolg und Gottes Segen.»
Michael Okle, Präsident der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland.

Michael Okle, Präsident der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland.

Bild: Christof Lampart

Hinweis: Dem Kirchgang folg(t)en in den nächsten Tagen noch vier Begrüssungsgottesdienste in Lenggenwil (gestern Sonntagvormittag) sowie in Zuckenriet (15.August, 18 Uhr), Züberwangen (16.August, 10.30 Uhr) und Niederhelfenschwil (23.August, 10.30 Uhr).