Zweiter Anlauf zur Sanierung des Zuzwiler Dorfbachs: Ingenieurbüro darf nicht aus dem Kanton St.Gallen stammen

An drei runden Tischen wurden die Voraussetzungen für ein neues Projekt für den Zuzwiler Dorfbach erarbeitet. Die Projektgruppe «HWS Dorfbach» hat sich, nach der Ablehnung der beiden Sanierungsvarianten im vergangenen Herbst an der Urne, zu einem kompletten Neustart entschieden.

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Die beteiligten Parteien sind sich einig, dass der Hochwasserschutz «Dorfbach Zuzwil» dringlich ist und, nach dem Nein zu den beiden Projekten im vergangenen Herbst an der Urne, neu angegangen werden muss.

Die beteiligten Parteien sind sich einig, dass der Hochwasserschutz «Dorfbach Zuzwil» dringlich ist und, nach dem Nein zu den beiden Projekten im vergangenen Herbst an der Urne, neu angegangen werden muss.

Archivbild: Andrea Häusler

(gk/red) Am 20. Oktober 2019 wurde der Gerinneausbau des Dorfbachs mit 50,5 Prozent abgelehnt. In der Zwischenzeit haben drei runde Tische mit Vertretern der Parteien, dem Ad-hoc Komitee, dem Perimeterunternehmen, dem Kanton und der Gemeinde stattgefunden. Die Vertreter der Organisationen waren sich einig, dass alle Daten von Grund auf neu berechnet werden müssen, damit das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewonnen werden kann.

Projekt und Begleitgruppe eingesetzt

Es wurde entschieden, eine Projektgruppe und eine Begleitgruppe zu gründen. Aufgabe der Projektgruppe ist die fachliche Begleitung der externen Ingenieure und Fachplaner. Die in der Projektgruppe erarbeiteten Erkenntnisse und Lösungsvorschläge werden in einer frühen Phase regelmässig einer breit abgestützten Begleitgruppe vorgestellt. Diese wird zum Einsatz kommen, sobald die ersten, konkreten Fakten vorliegen.

Kein Büro aus dem Kanton St.Gallen

Am 10. September hat nun die Projektgruppe «HWS Dorfbach» zum ersten Mal getagt. Gemeinsam wurden die Kriterien erarbeitet, die das zu beauftragende Ingenieurbüro erfüllen muss. Dabei kristallisierte sich heraus, dass das Büro einerseits auf Wasserbauprojekte spezialisiert sein muss und anderseits nicht aus dem Kanton St.Gallen stammen darf.

In der Folge wurden zwei Büros auserwählt, die zu einer Präsentation und Offertstellung nach Zuzwil eingeladen werden. Danach soll sich die Projektgruppe «HWS Dorfbach» für einen Partner entscheiden und diesen dem Gemeinderat für die Auftragserteilung vorschlagen.

Vorstellung des neuen Unterhaltskonzepts

Danebst werden am Dorfbach die ordentlichen Unterhaltsarbeiten ausgeführt. Diese haben allerdings keinen direkten Bezug zu den Planungsarbeiten. Im Mai wurden mit dem Bagger Verlandungen entfernt. Zudem werden in den Wintermonaten Sträucher und Bäume entlang des Gewässers zurückgeschnitten. Diese Unterhaltsarbeiten hätten auch stattgefunden, wenn sich die Bevölkerung letztes Jahr für eine der beiden vorgeschlagenen Hochwasserschutzmassnahmen entschieden hätte.

Am 27. Oktober werden den Perimeterpflichtigen das neue Unterhaltskonzept und die Statuten vorgestellt. Die Bevölkerung ist dazu ebenfalls eingeladen.