Hu ä Lotsch auf den Herold

Es war seine 19. und letzte Bulle, die Erich Grob gestern abend verlas. Gewohnt spitzzüngig narrte der Ehren-Herold der Wiler Fastnachtsgesellschaft am Gümpeli-Mittwoch Persönlichkeiten durch das gesprochene Wort. Das «Hu ä Lotsch» schallte mehrmals über den Hofplatz.

Philipp Haag
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Das Drunter ist hübscher als das Drüber: Maskierte Fastnächtlerinnen. (Bild: Jörg Roth)

Das Drunter ist hübscher als das Drüber: Maskierte Fastnächtlerinnen. (Bild: Jörg Roth)

Es war seine 19. und letzte Bulle, die Erich Grob gestern abend verlas. Gewohnt spitzzüngig narrte der Ehren-Herold der Wiler Fastnachtsgesellschaft am Gümpeli-Mittwoch Persönlichkeiten durch das gesprochene Wort. Das «Hu ä Lotsch» schallte mehrmals über den Hofplatz. Hunderte kleine und grosse Zuschauer verfolgten wie vor des Herolds Versen die Wiler Tüüfel unter lautem Getöse den Hofplatz einnahmen. Ihr Schellen und das Ploppen der «Sublotere» begleitete den Einzug des Prinzenpaares Raphael und Regula I sowie des Hofnarren und des Neunerrates. Während Prinz Raphael bekanntgab, zum Ende der närrischen Tage abzudanken und sich für die Fastnacht 2015 wieder Hörner aufzusetzen, entschwindet Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, welche die Regentschaft über die Äbtestadt den Fastnächtlern übergeben hatte, «in die Ferien». Während der fünften Jahreszeit ändere sich allerdings nichts im Rathaus. «Denn es sind auch Narren, fünf Narren, die das Jahr über regieren.»

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