Hommage an Mani Matter

Verschiedene Interpreten aus der Region liessen das Werk des Berner Liedermachers lebendig werden, und dies vor grossem Publikum.

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NIEDERUZWIL. Mit 120 Personen war der Saal im katholischen Pfarreizentrum in Niederuzwil bis auf den letzten Platz gefüllt. Gespannt warteten die Gäste auf die Auftritte der verschiedenen Interpreten und die neusten Kreationen aus der Küche der Marktstube. Den Auftakt machte die sechste Klasse von Christof Peter aus der Kirchstrasse.

Ganz in Schwarz gekleidet, jung, frech und witzig wurden ein Alpenflug, Hemmungen, Zündhölzer und arabische Liebesgeschichten besungen. Von Hemmungen konnte jedoch hier keine Rede sein, wurde doch sogar von Gianluca Tognetti ein Solo am Mikrophon vorgetragen. Das Publikum war begeistert.

Lieder in «Bärndütsch»

Mit dem Lied «Dänä, wos guät geit» begrüsste Katharina Piljic die Gäste. Auf ihre Initiative hin wurde der Abend mit der Marktstube organisiert. Sie leitete auch gleich zur Vorspeise, einem Sandwich, über. Ganz in Mani-Matter-Manier, nur mit der Gitarre sich selber begleitend, traten Goran Piljic, Philip Geisser und Verena Neff auf. Hier ging es um die grosse Politik von Nationalrat Hugo Sanders und die Psyche der Frau ebenso wie um alltägliche Kleinigkeiten wie einen Coiffeurbesuch. Sogar «äs berndütschäs Gschichtli» wurde gekonnt von Verena Neff vorgetragen. Den Abschluss machte wiederum Katharina Piljic, begleitet von ihrer Tochter Sara und ihrem Mann Radislav. Im Gegensatz zum Mannequin in der Kutsche am Meer waren die Damen von Karibum nicht auf ein Foto zu bannen.

Zwischen den Auftritten bezauberte Klaus Gremminger mit seinen magischen Darbietungen die Gäste. Da wurden Liebesgeschichten jongliert, Löffel verbogen, Wünsche von den Augen abgelesen und Geld durch Applaus vermehrt. Jedesmal mit witzigen Worten im bayrischen Dialekt umrahmt, sorgten seine Kunststücke für viel Staunen und Lachen.

Erlös geht an die Marktstube

Mit einem Bikini-Dessert rundete die Marktstube den Abend ab. Rund 20 Helferinnen und Helfer hatten den ganzen Tag über gerüstet, gekocht und den Saal liebevoll geschmückt. Zum Schluss durften sie unter Applaus die Küche mit der Bühne tauschen, was alle stolz gemacht hat. Ist es doch für diese Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, nicht selbstverständlich, so viel Anerkennung zu bekommen. Der Erlös des Abends kommt vollumfänglich der Marktstube zugute. So steht sie auch im nächsten Jahr auf sicheren Beinen.

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