Holzlehrpfad vor Sicherheit

Informationsveranstaltung zum Überbauungsplan «Geren» IG Lebensqualität NLZ Zuckenrieterstrasse 15 9525 Lenggenwil

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Nach dem Informationsanlass zum Überbauungsplan Geren sind für die IG Lebensqualität NLZ mehr Fragen offen als davor. Anschliessend an die Präsentation des Teilstrassen- und Überbauungsplanes wurde zwar vieles in fairem Rahmen gesagt, klärende Antworten zur Verkehrssicherheit, Emissionsbegrenzung und Ortsbildschutz blieben aber aus. Mit dem Hintergrund der unbeantworteten Fragen kann nicht nachvollzogen werden, auf welchen Grundlagen der Gemeinderat als Vertretung der Bevölkerung einen so weitreichenden Überbauungsplan genehmigt hat.

Der Informationsabend hat gezeigt, dass es dem Gemeinderat nicht klar ist, wie er die jetzt schon teils prekäre Verkehrssituation bei einem erhöhten Verkehrsaufkommen in den Griff bekommt. Es steht schlecht um die Lebensqualität der Fussgänger, wenn die Verbreiterung der Buchenstrasse bereits im Detail geplant ist und gleichzeitig keine Angaben zum Ersatz für den aufgehobenen Fussgängerstreifen und den Trottoirverlauf gemacht werden können. Die IG wehrt sich dagegen, dass primär der Überbauungsplan mit grossen Schritten vorangetrieben wird und gleichzeitig über die Schulwegsicherheit nur vage angedachte Ideen geäussert werden können. Dass aus Sicht der IG die Prioritäten völlig falsch gesetzt werden, zeigt der Umstand, dass bereits klare Vorstellungen über den Holzlehrpfad bestehen, während die Verkehrssituation immer noch unklar ist. Noch immer gibt es keine verlässliche Fahrtenzahlen. Planungsgrundlagen sind Aussagen des Bauwilligen, die so nicht überprüft wurden. Im Auftrag der Gemeinde wurde einzig eine Verkehrszählung auf der Buchenstrasse durchgeführt. Wie viel Mehrverkehr zu welchen Zeiten die jetzt schon unübersichtliche Dorfstrasse durchfahren wird, wurde bisher nicht abgeklärt. Die Befürchtung, dass ein grosser Teil der künftigen An- und Wegfahrten der Firma Eisenring gleichzeitig mit Schulbeginn und Schulschluss stattfinden, bleibt weiter im Raume stehen.

In der Diskussion über die Verkehrssicherheit wird auf Grenzwerte der Lärmemissionen und Verkehrskapazität verwiesen, die beide unterschritten werden. Diese Antwort genügt der IG nicht, da Lärmemissionen nur begrenzt Rückschlüsse auf die Verkehrssicherheit zulassen. Die IG kann nicht akzeptieren, dass die ungenügende Verkehrsplanung mit Verweis auf die nicht ausgeschöpfte Verkehrskapazität entschuldigt wird. Schliesslich zeigt das Legislaturziel Schulwegsicherheit, dass die Verkehrssicherheit in der Gemeinde vielerorts jetzt schon nicht gewährleistet ist.

Patrick Mathis