Hollenstein gibt Comeback

Erstaunlich: Reto Hollenstein aus Sirnach startet trotz einer im Sommer an der Tour de France zugezogenen Verletzung bereits in diesem Jahr wieder.

Urs Huwyler
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Reto Hollenstein fährt lieber Rennen, als alleine zu trainieren. (Bild: Urs Huwiler)

Reto Hollenstein fährt lieber Rennen, als alleine zu trainieren. (Bild: Urs Huwiler)

RAD. Die Saison 2014 schien für Reto Hollenstein nach der Lungenverletzung (Pneumothorax) zu Ende. Der IAM-Profi trainierte zwar während der letzten Wochen in Wien und Umgebung vorwiegend mit gedrosselten Motoren, aber an einen Renneinsatz war lange nicht zu denken. Auch teamintern wurde dem Allrounder nahegelegt, sich auf den Winteraufbau zu konzentrieren.

Ärzte gaben grünes Licht

Doch nun bestreitet der Thurgauer ab morgen Donnerstag bis am 5. Oktober die «Tour de l' Eurometropole» (früher Circuit Franco-Belge) in Belgien und anschliessend Paris-Bourges (9./ 10. Oktober). Sollten sich keine Probleme ergeben, wäre auch ein Einsatz bei Paris-Tours (12. Oktober) denkbar. «Die Ärzte haben grünes Licht gegeben, die Tests sind positiv verlaufen, Schmerzen verspüre ich kaum mehr. Aber es ist anders, alleine zu trainieren oder sich im Feld rennmässig behaupten zu müssen», weiss Hollenstein.

Für das Selbstvertrauen

Er wird sich in den Dienst der Mannschaft stellen, «zumal es sich vorwiegend um Etappen für Sprinter handelt». Resultatmässig erwartet er vom Wiedereinstieg deshalb nicht zu viel. «Für mich ist es für das Selbstvertrauen wichtig, noch einige Rennkilometer in den Beinen zu haben. Ein halbes Jahr Pause wäre schon lange gewesen. Ich freue mich jedenfalls auf das Comeback», sagt Hollenstein.

Eines wird dem Radrennfahrer kaum mehr passieren: Sollte ihm die Lunge wider Erwarten wie an der Tour de France Probleme bereiten, wird er sich nicht mehr wie damals mit nur einem funktionierenden Lungenflügel ins Ziel quälen.