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Hoffnungsschimmer nach dem Ladensterben in Wil: Einkaufsläden füllen sich wieder

Nachdem mehrere Detailhandelsgeschäfte ihre Läden schliessen mussten, zieht jetzt C&A vom Stadtmarkt in das ehemalige OVS-Gebäude – jedoch nur provisorisch. Andere verhandeln noch.
Tobias Bruggmann
Den Umzug von C&A in das provisorische Zuhause erledigen die Mitarbeiter mit dem ganzen Sortiment grösstenteils zu Fuss. (Bild: Tobias Bruggmann)

Den Umzug von C&A in das provisorische Zuhause erledigen die Mitarbeiter mit dem ganzen Sortiment grösstenteils zu Fuss. (Bild: Tobias Bruggmann)

Seit gestern kann man in der Oberen Bahnhofstrasse 20 wieder einkaufen. Nachdem der Kleiderladen OVS Konkurs anmelden musste, werden dort nun auch in Zukunft wieder Kleider verkauft: Der C&A in Wil ist aus dem Stadtmarkt aus- und in die ehemalige OVS-Filiale eingezogen. Jedoch nur temporär: Denn C&A renoviere den Verkaufsraum im Stadtmarkt und passe ihn an das neue Store-Konzept an, wie die C&A-Sprecherin Laura Zanni sagt.

Zanni ist überzeugt, dass das Provisorium Vorteile bringt: «Wir können so die Filiale im Stadtmarkt in einer Etappe komplett umbauen und die Kunden können trotzdem weiterhin in Wil einkaufen.» Der Konkurs des Vormieters an diesem Standort macht die C&A -Sprecherin nicht nervös: «Da es sich nur um eine provisorische Verkaufsfläche handelt, haben wir keine Angst», sagt Sprecherin Zanni. Auch Personaleinsparungen gebe es wegen des Umbaus keine.

Im Oktober zieht der C&A dann wieder zurück an den gewohnten Standort. Die Inhaber des Gebäudes an der Oberen Bahnhofstrasse sind für die Zeit danach noch in Verhandlungen.

Verhandlungen für Bäckerei fortgeschritten

Auch für ein weiteres leer stehendes Ladengeschäft in Wil zeichnet sich eine Lösung ab: Nachdem die Bäckerei Kuhn nach viereinhalb Jahren der Stadt Wil den Rücken gekehrt hat, ist Richard Kuhn, Präsident des Verwaltungsrates, optimistisch: «Wir stehen in Verhandlungen mit möglichen Nachfolgern und werden schon bald einen Nachmieter präsentieren können. Sobald der Vertrag unterschrieben ist, werden wir auch den Namen bekannt geben.» Als Grund für den Rückzug aus Wil nannte die Bäckerei Kuhn damals die falsche Einschätzung der Frequenzen, verbunden mit einer «unbefriedigenden Betriebswirtschaftlichkeit».

Die Wiler Filiale der Kleiderkette Schild, welche ebenfalls an der Oberen Bahnhofstrasse liegt, schliesst per Ende Jahr ihre Tore. Jetzt ist der Raum zur Miete ausgeschrieben: Für das Ladenlokal direkt an der Fussgängerzone bezahlt man 779 Franken Miete pro Quadratmeter und Jahr. Bei einer Nutzfläche von 616 Quadratmetern kostet das Geschäft rund 40ooo Franken pro Monat.

Das ist viel Geld für ein Detailhandelsunternehmen, denn diese haben auch noch mit anderen Problemen zu kämpfen. Vor allem der steigende Anteil des Onlinehandels macht den Unternehmen zu schaffen. Gerade bei Kleiderläden ist die Konkurrenz durch Onlineshops, wie zum Beispiel Zalando, gross. Das ist auch einer der Gründe für die Schliessung von Schild: Im Mittelpreissegment rentiere das Angebot immer weniger, hiess es, als die Schliessung bekannt wurde.

Deshalb beschloss die Muttergesellschaft Migros die drei Marken Globus, Herren Globus und Schild unter der Marke Globus zu vereinen. Da die Ladenfläche in Wil zu klein für eine Umwandlung sei, wird die Niederlassung geschlossen.

Gesucht: Konzept mit Erfolgschancen

Das «Spielhus am Kreisel» musste am 30. Juli schliessen. Das Ladenlokal steht bis jetzt leer. Bei Roland Stucki, dem Inhaber des Geschäftshauses, haben sich bereits einige Interessenten gemeldet: «Es hat sich bis zum heutigen Tag kein idealer Mieter finden lassen.» Für Stucki sind die Anforderungen an den neuen Mieter klar: «Er muss ein langfristiges Konzept mitbringen, welches auch Erfolg verspricht. Mit meiner Erfahrung kann ich gut abschätzen, ob eine Geschäftsidee klappt oder nicht.» Dazu soll der neue Mieter auch zu den bestehenden Geschäften und zu den Menschen in der Umgebung passen. Dafür wartet Stucki auch gerne etwas länger auf den richtigen Mieter.

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