Hoffnung auf 2.-Liga-Eishockey

Obwohl der EC Wil die 3.-Liga-Meisterschaft nur auf dem vierten Rang abge- schlossen hat, hofft der Verein auf ein «Schlupfloch» zum Aufstieg in die 2. Liga

Urs Nobel
Merken
Drucken
Teilen

EISHOCKEY. Mit zwei Niederlagen in Folge beendete der EC Wil seine zweite 3.-Liga-Saison. Gegen den EHC Winterthur 2 setzte es ein 2:8-, gegen den Akademischen Verein Zürich ein 2:5-Negativresultat ab. Von 18 ausgetragenen Partien siegten die Wiler zehnmal und verloren sechs Spiele in der normalen Spielzeit. Zwei Niederlagen setzte es nach Verlängerung, respektive nach Penaltyschiessen ab. Damit belegen die Äbtestädter den vierten Tabellenrang und dürften mit dem Erreichten kaum zufrieden sein.

«Es war eine schwierige Saison»

Auch EC-Wil-Präsident Daniel Kamber hätte es gerne gesehen, wenn die erste Mannschaft wenigstens das letzte Saisonspiel noch gewonnen hätte: «Ich hätte es dem Team gegönnt, die Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden zu können.» Der Präsident, auf die sportlich kaum befriedigende Saison angesprochen, begründet die Resultate aber dahingehend, dass es eine schwierige Saison gewesen sei. Nur ein Training in der Woche in Schaffhausen bestreiten zu können und alle Partien auswärts spielen zu müssen, habe innerhalb des Teams Verschleissspuren hinterlassen. «Die Mannschaft erfuhr zudem während der Meisterschaft nur wenig Unterstützung von aussen, von den Fans. Auch ich habe lediglich drei Spiele vor Ort miterleben können.» Wichtig sei aber für den EC Wil, dass er den vierten Tabellenrang habe halten können. «Wir spekulieren immer noch darauf, dass wir nächste Saison trotzdem in der 2. Liga spielen können.»

Interesse angemeldet

Viele 3.-Liga-Mannschaften wollen und können aus verschiedensten Gründen nicht aufsteigen. Darum hat der EC Wil beim Ligaleiter des Verbandes deponiert, dass er gerne aufsteigen würde, sofern es ihm gelinge, ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. «Momentan wissen wir aber nicht, ob andere Vereine dieselben Absichten haben wie wir. In der nächsten Woche müssten sich die interessierten Clubs diesbezüglich entscheiden.» Der EC Wil erwartet nach Rücksprache mit dem Ligaleiter bis spätestens Ende Februar Bescheid. «Wenn wir die Gelegenheit bekommen, nächste Saison wieder in der 2. Liga zu spielen, packen wir sie beim Schopf.»

Weniger Organisatorisches

War die Saison für die erste – und auch die zweite Mannschaft, die in der 4. Liga spielt – schwierig, so ging es im Vorstand bei Sitzungen etwas ruhiger zu und her. «Nur schon deshalb, weil wir alle Spiele auswärts bestreiten mussten, hatten wir weniger organisatorische Probleme zu lösen. So benötigten wir zum Beispiel kein Personal für die Platzorganisation und auch die Gastro-Ecken waren eine Saison lang kein Thema während unserer Vorstandssitzungen», blickt Kamber zurück. Dafür habe man seitens des Vorstands mehr Augenmerk auf den administrativen Bereich gelegt. «Wir haben die Chance genutzt, uns für das Label <Sport-verein-t> anzumelden. Thomas Zamboni hat diesbezüglich die Leaderrolle übernommen und ganze Arbeit geleistet.» Gestern nachmittag hat Daniel Kamber die Zertifizierungsunterlagen persönlich bei Bruno Schöb vorbeigebracht.

Freuen auf «Bergholz»-Einzug

Wegen des Neubaus Bergholz ist Daniel Kamber trotzdem zu zahlreichen zusätzlichen Sitzungseinheiten mit viel Arbeit gekommen. Er hat keinen Termin, der jeweils von der Stadt vorgegeben wurde, verpasst, und wurde dabei zusätzlich von Sportchef Daniel Schönenberger unterstützt. «Jetzt müssen die Planungsarbeiten des Innenausbaus in der Eishalle vorangetrieben werden. Das verlangt aber auch nach einer Finanzierung, die rund eine Viertelmillion Franken betragen wird.» Kamber lobt die Zusammenarbeit mit den Stadtbehörden und insbesondere jene mit Renato Tamburlini, der stets mit Rat und Tat zur Verfügung stehe. Daniel Kamber geht davon aus, dass der Einzug in die neue Eishalle Bergholz innerhalb des Vereins eine grosse Euphorie auslösen werde. Und er erwartet an den Meisterschaftsspielen auch mehr Zuschauer. «Es wäre natürlich grossartig, wenn wir die Eishalle als 2.-Liga-Team beziehen könnten.»