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Hof-Spektakel mit Plan B und C

Das mittelalterliche Hof-Spektakel wegen Wetterpechs wie 2013 kurzfristig absagen zu müssen, soll nicht mehr vorkommen. Dazu hat das OK für die fünfte Austragung im Mai zwei Ausweichvarianten entwickelt.
Hans Suter
OK-Präsident Philippe Weder: «Wir legen grossen Wert auf Glaubwürdigkeit und Abwechslung, auf Authentizität, Vielseitigkeit und Spannung.» (Bild: Hans Suter)

OK-Präsident Philippe Weder: «Wir legen grossen Wert auf Glaubwürdigkeit und Abwechslung, auf Authentizität, Vielseitigkeit und Spannung.» (Bild: Hans Suter)

WIL. Während Tagen regnete es fast unaufhörlich im Mai 2013. Wasserlachen prägten das Bild im Umfeld der Wiler Reitwiese, wo das Heerlager hätte aufgebaut werden sollen. An einen Aufbau war nicht mehr zu denken. So wurde das für den 24. bis 26. Mai geplante Mittelalterfest «Hof-Spektakel» kurzfristig abgesagt. Mit einschneidenden finanziellen Konsequenzen: Ein grosser Teil der Ausgabe war bereits getätigt, während die Einnahmen ausgeblieben sind. Die Veranstaltung wurde ein Jahr später nachgeholt. In Zukunft soll das Mittelalterfest im Zweijahresrhythmus stattfinden, Wetter hin oder her.

Drei Varianten möglich

Das Organisationskomitee unter dem Präsidium von Philippe Weder hat sich für die mittlerweile fünfte Auflage des mittelalterlichen Hof-Spektakels eine neue Strategie ausgedacht. Bei ansprechendem Wetter findet die Veranstaltung dieses Jahr vom 3. bis 5. Juni statt. Und zwar auf dem Reitplatz obere Weierwise sowie auf dem daran anschliessenden Wiesland in nordöstlicher Richtung.

Ist der Boden aufgrund vorangegangener Regenfälle zu tief, verschiebt sich die ganze Anlage in Richtung Stadt Wil. Austragungsorte sind dann die Reitwiese sowie die Wiese beim Stadtweiher.

Verheisst die Wetterprognose auch für das Fest nichts Gutes, rückt die Veranstaltung noch weiter in die Stadt. Festplätze wären dann die Wiese beim Stadtweier und die Altstadt. «Diese Planung ist aufwendig, kostenintensiv und verlangt eine hohe Flexibilität, sie ist aber letztlich im Sinn aller Teilnehmenden sowie Besucherinnen und Besucher», sagt Präsident Philippe Weder.

Budget von 100 000 Franken

Die wirtschaftliche Unsicherheit seit der Aufgabe der Frankenuntergrenze zum Euro bekommt auch das Hof-Spektakel zu spüren. «Es ist deutlich schwieriger geworden, Sponsorenbeiträge zu erhalten», sagt Philippe Weder. Entsprechend dankbar ist das OK für das Engagement von Raiffeisenbank und Brauerei Schützengarten sowie die Unterstützung durch die Stadt Wil und Thurkultur. «Wenn alles klappt, werden wir die Ausgaben von rund 100 000 Franken decken können», sagt Weder. Dies im Bewusstsein, dass alles daran gesetzt werden muss, einen Gewinn zu erwirtschaften. Denn erst ein Gewinn sichert die Finanzierung der Zukunft.

250 Darsteller in 20 Gruppen

Grosse Freude bereitet Philippe Weder die Tatsache, dass immer mehr Gruppen und Darsteller aus der Schweiz am Hof-Spektakel teilnehmen. «Bis jetzt haben sich rund 20 Gruppen mit insgesamt etwa 250 Darstellern angemeldet, die Hälfte davon aus der Schweiz», sagt Weder. Die meisten anderen Darsteller kommen aus Deutschland, einige aus Österreich. Zusammen mit den Handwerkern und Marktfahrern werden etwa 400 Personen eine mittelalterliche Atmosphäre schaffen. Damit alles reibungslos verläuft, hat das OK etwa 100 Helferinnen und Helfer im Einsatz.

10 000 Besucher erwartet

Das OK rechnet mit rund 10 000 Besucherinnen und Besuchern. Eröffnet wird das 5. Hof-Spektakel am Freitag, 3. Juni, von 18 Uhr bis 22 Uhr. Da kein offizielles Programm angeboten wird, ist der Besuch kostenlos. Am Samstag von 10 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 müssen die Besucherinnen und Besucher einen Wegzoll von 15 Franken entrichten. Gewandete bezahlen nur fünf Franken. Für Familien mit Kindern wird eine Familienkarte für 30 Franken angeboten, ungeachtet der Anzahl Kinder. Am Samstag zur Mittagszeit wird unter der Leitung von Oskar Süess wieder ein mittelalterlicher Umzug durch die Fussgängerzone Obere Bahnhofstrasse und die Altstadt durchgeführt.

Keine Bratwurst

Das OK ist bestrebt, eine möglichst authentische mittelalterliche Atmosphäre zu schaffen. Das zeigt sich auch beim kulinarischen Angebot. Anstelle der heute traditionellen St. Galler Bratwurst gibt es Spezialitäten wie gefüllte Brote, Braten, Spiesse und Flammkuchen. Zum Trinken wird es unter anderem den Honigwein Met geben.

Als Attraktionen stehen nebst spezifischer Kinderunterhaltung Spektakel wie Ritterturnier und Schwertkampf auf dem Programm. Auch ein Badehaus wird nicht fehlen.

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