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HÖRGENUSS: Exponenten übertreffen sich selbst

Es gibt wohl kaum ein Klassikkonzert in der Ostschweiz, das in den letzten Jahren so viel Publikum angezogen hat wie das Sirnacher Dreikönigskonzert. Auch die 20. Austragung war ein unbestrittener Höhepunkt.
Christof Lampart

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

Das zeigte sich auch beim diesjährigen Jubiläums-Dreikönigskonzert, das unter dem Titel «Der weihnachtliche Bach» stand und wieder einmal eine grosse Zahl an Solisten, Chorsängerinnen und -sängern und ein sehr gutes Orchester in der katholischen Kirche St. Remigius für die Dauer von rund zwei Stunden versammelte. Dass die Musikerinnen und Musiker allesamt von Kantor Cornelius Bader «handverlesen» sind, weckt zudem in jedem, der schon einmal einem Dreikönigskonzert beiwohnte, gewissermassen schon die Vorfreude aufs nächste Mal.

Populäres und weniger Bekanntes festlich arrangier

Auch bei der Ausgabe 2017 verging die Zeit wie im Fluge, hatte doch Bader bei der Programmgestaltung feinsinnig Populäres wie den Chor «Jauchzet, frohlocket» aus dem Weihnachtsoratorium, «Wachet auf, ruft uns die Stimme» oder «Vom Himmel hoch» weniger bekannten Werken gegenübergestellt, die jedoch sowohl thematisch als auch klanglich hervorragend die Werke des Bach-Vaters ergänzten und fliessend auf den nächsten musikalischen Höhepunkt überleiteten. Berückend war beispielsweise das einleitende Magnificat in C für Soli, Chor und Orchester von Pietro Torri (1650 bis 1737) oder die besinnlich-elegische Serenade für drei Trompeten und Pauken von Jeremiah Clarke. Auffallend (und von Bader sicherlich auch gewollt) war, dass auch viele weitere «Zwischenspiele» (Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Couperin und Händel) auf den festlichen Klang der drei Trompeten (Keita Kitade, Marc Jaussi und Takayuki Kiryu) zählen konnten, was dem Konzert eine noch festlichere Note gab. Und da waren selbstverständlich auch die zahlreichen hervorragenden Sängerinnen und Sänger: Der Chor, welcher sich aus dem Geistlichen Männerensemble Schweiz und einem ad-hoc-Damenchor zusammensetzte, wusste einen glockenklaren Gesang so verinnerlicht zu gestalten und darzubieten, dass man gebannt lauschte. An der Orgel begleitete Jörg Engeli.

Die Solistinnen und Solisten Franziska Zimmerli (Sopran; mühelos und agil), Olivia Heredia (Alt, warm und ausdrucksstark), Tamas Henter (Tenor, klar und begeisternd) sowie Sascha Litschi (Bass, fein artikulierend und spielerisch leicht) standen einem Orchester in nichts nach, das von Cornelius Bader permanent umsichtig von einer Höchstleitung zur anderen geleitet wurde und somit vielen einen wunderschönen kirchenmusikalischen Ausklang der Weihnachtszeit bescherte.

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